Bild folgtKI-generierte IllustrationPrimula matthioli
Auch bekannt als: Primula matthioli
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Arten
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dokumentiert
Wer die Matthiolis Primel (Primula matthioli) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre purpurrosa Glockenblüten hängen an feinen Stängeln herab und wirken im Halbschatten fast wie kleine Laternen. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,23 m ist sie eine zierliche Kostbarkeit für kühle Gartenbereiche. Ökologisch ist sie hochgradig wertvoll, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten eine wichtige Rolle für den seltenen Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) spielt. Als einheimische Wildpflanze, die in Deutschland und Österreich extrem selten vorkommt, holst du dir mit ihr ein echtes Stück unberührte Natur in den Garten. Gib ihr einen kühlen Platz, und sie wird dich jedes Jahr aufs Neue begeistern.
Extrem seltene Bergschönheit und Lebensretterin für den Scheckenfalter.
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Die Matthiolis Primel ist eine ökologische Besonderheit, die speziell für den Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) als wertvolle Ressource dient. Da die Art auf der Roten Liste mit R (extrem selten) geführt wird, fungiert sie in deinem Garten als wichtiges Trittsteinbiotop (kleiner, vernetzter Lebensraum zur Ausbreitung bedrohter Arten). Unter der Erde fördert sie die Bodengesundheit durch ihre arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine spezielle Form der Pilz-Wurzel-Symbiose, die den Nährstoffkreislauf unterstützt. Durch ihre frühe Blüte bietet sie spezialisierten Insekten Nahrung, wenn andere Pflanzen im Schatten noch ruhen. Lasse die verblühten Stängel im Winter stehen, um Insekten einen Überwinterungsplatz zu bieten.
Die Pflanze ist in allen Teilen, besonders in Wurzeln, Blättern und Blüten, leicht giftig. Sie enthält Saponine und Primin, das als Kontaktallergen Hautreizungen verursachen kann. Da sie nicht kindersicher ist, empfiehlt sich beim Pflanzen das Tragen von Handschuhen. Bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen kühlen Platz im Halbschatten oder Schatten, abseits der brennenden Mittagssonne.
Boden: Die Erde sollte humos (reich an zersetztem organischen Material) und gleichmäßig feucht sein, aber ohne Staunässe.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Wuchshöhe: Plane genau 0,23 m Platz in der Höhe ein, da sie sehr kompakt bleibt.
Pflanzabstand: Ein Abstand von 20 cm zu Nachbarpflanzen ist ideal.
Pflege: Mulche den Boden leicht mit Laub, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten und das Austrocknen im Sommer zu verhindern.
Düngung: Da sie eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, solltest du auf mineralische Kunstdünger verzichten.
Gute Partnerin: Das Leberblümchen (Hepatica nobilis) ist eine wunderbare Begleiterin, da es die gleichen kühlen, halbschattigen Bedingungen liebt.
Die Matthiolis Primel (Primula matthioli) gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich indigen (einheimisch). Sie wächst als ausdauernde, krautige Pflanze (nicht verholzend) und besiedelt natürlicherweise oft kühle, feuchte Bergmischwälder oder schattige Felsbereiche. Markant sind ihre breitblättrigen Laubblätter, die in einer bodenständigen Rosette angeordnet sind. Botanisch ist sie eng mit den bekannten Schlüsselblumen verwandt, bevorzugt aber deutlich kühlere und feuchtere Kleinklimata als ihre Verwandten im Offenland.
1 Video zu Matthiolis Primel
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →