Bild folgtKI-generierte IllustrationPseudorchis albida subsp. tricuspis
Auch bekannt als: Pseudorchis albida subsp. tricuspis
An ihren zierlichen, weißlichen Blütenständen mit der charakteristischen dreizipfligen Lippe lässt sich die Dreizipflige Weißzunge (Pseudorchis albida subsp. tricuspis) sofort erkennen. Diese seltene Orchidee ist ein echtes Juwel für spezialisierte Gärten in kühleren, kalkreichen Lagen. Da sie auf der Roten Liste als extrem selten geführt wird, leisten Sie mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Sie zeigt Ihnen an, dass Ihr Boden ökologisch im Gleichgewicht ist, da sie auf eine Symbiose mit Bodenpilzen angewiesen ist. Wenn Du einen mageren, sonnigen Platz bieten kannst, wird Dich dieser kleine Schatz jedes Jahr aufs Neue begeistern.
Ein seltener alpiner Schatz: 16 Zentimeter geballte Orchideen-Eleganz.
Diese Orchidee ist ein hochspezialisierter Überlebenskünstler, der eng mit dem Bodenleben vernetzt ist. Sie lebt in einer Arbuskulären Mykorrhiza (AM), einer engen Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen, die sie mit Nährstoffen versorgen. Da sie als extrem seltene Art (Rote Liste R) gilt, ist ihr bloßes Vorkommen ein bedeutender Beitrag zur regionalen Biodiversität. In der Natur dient sie spezialisierten Bestäubern der Hochlagen als Nahrungsquelle. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, konzentriert sich ihr Wert auf die Erhaltung der genetischen Vielfalt dieser gefährdeten Unterart in Deutschland.
Die Dreizipflige Weißzunge gilt als nicht kindersicher. Wie viele Orchideenarten enthält sie Stoffe, die bei Verzehr zu Unverträglichkeiten führen können. Achte daher darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.165 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz in voller Sonne (Lichtwert 10), da die Pflanze keinerlei Beschattung verträgt.
Boden: Der Untergrund muss unbedingt kalkhaltig (basisch) und sehr nährstoffarm sein (Magerstandort).
Wuchshöhe: Mit einer fixen Höhe von genau 0,16 m bleibt sie sehr zierlich und sollte nicht von höheren Nachbarn bedrängt werden.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), vermeide aber Staunässe oder völliges Austrocknen.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis November bei offenem Boden setzen.
Pflege: Keinen Dünger verwenden, da dies die lebensnotwendigen Mykorrhizapilze (Bodenpilze in Lebensgemeinschaft) schädigen würde.
Vermehrung: Überlasse der Pflanze die Selbstaussaat, um den Bestand zu sichern.
Partner: Das Kalk-Blaugras (Sesleria caerulea) ist eine ideale Begleiterin, da es die gleichen kalkreichen und kühlen Standortbedingungen bevorzugt.
Die Dreizipflige Weißzunge gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist vor allem in kühleren, alpinen Regionen beheimatet. Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige Magerwiesen und alpine Rasen, also nährstoffarme Flächen auf basischem (alkalischem) Untergrund. Botanisch zeichnet sie sich durch ihren kompakten Wuchs und die namensgebenden, tief dreigeteilten Blütenlippen aus. Als ausdauernde, krautige Pflanze ist sie perfekt an das raue Klima der Hochlagen angepasst.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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