Bild folgtKI-generierte IllustrationPsilotum nudum
Auch bekannt als: Psilotum nudum
Mit ihren gabelig verzweigten, fast blattlosen grünen Trieben fällt Psilotum nudum sofort auf. Du hast hier ein echtes „lebendes Fossil“ vor dir, das als eines der ursprünglichsten Gefäßpflanzen der Erde gilt. Da die Pflanze keine echten Wurzeln und Blätter im herkömmlichen Sinne besitzt, übernimmt der grüne Stängel die Photosynthese (Energiegewinnung aus Licht). Auch wenn klassische Bestäubungsdaten für diese Sporenpflanze fehlen, bereichert sie deinen Garten durch ihre außergewöhnliche Wuchsform und Evolutionsgeschichte. Wenn du Lust auf botanische Raritäten hast, die schon vor Jahrmillionen so existierten, ist dieser Gabelblattfarn genau das Richtige für dich.
Lebende Evolutionsgeschichte: Hol dir ein 400 Millionen Jahre altes Design in den Garten.
Psilotum nudum nimmt eine Sonderrolle im Ökosystem ein, da sie als Sporenpflanze keine Blüten mit Nektar für Insekten produziert. Dennoch bietet sie durch ihre feingliedrige Struktur einen Lebensraum für Kleinstlebewesen in geschützten Mikroklimata. Die Vermehrung erfolgt über mikroskopisch kleine Sporen, die aufgrund ihres Gewichts von 0,0 mg durch Anemochorie (Windausbreitung) verbreitet werden. In der ökologischen Gartenkultur dient sie vor allem der Förderung der strukturellen Vielfalt. Da keine spezifischen Bestäubungs- oder Fraßbeziehungen zu heimischen Insekten bekannt sind, liegt ihr Wert primär in der botanischen Diversität und der Bereitstellung von Nischenräumen.
Nach den vorliegenden Daten ist die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft. Es empfiehlt sich daher, sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern und Haustieren zu platzieren. Bei versehentlichem Verzehr oder Unwohlsein sollte zur Sicherheit der Giftnotruf unter 0228 19 240 kontaktiert werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.3 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wuchshöhe: Die Pflanze erreicht genau 0.3 m.
Standort: Wähle einen hellen, aber vor praller Mittagssonne geschützten Platz (Halbschatten).
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühjahr von März bis Mai setzen.
Boden: Das Substrat muss extrem durchlässig sein; eine Mischung aus Rinde, Blähton und etwas humoser Erde ist ideal.
Feuchtigkeit: Halte die Pflanze gleichmäßig feucht, vermeide aber unbedingt Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich).
Winter: Da die Art frostempfindlich ist, solltest du sie in Gefäßen kultivieren und bei sinkenden Temperaturen ins Haus holen.
Vermehrung: Die Ausbreitung erfolgt über die sehr leichten Sporen (0,0 mg), die der Wind weit trägt.
Gute Partnerin: Der Tüpfelfarn (Polypodium vulgare) eignet sich hervorragend, da er ähnliche Ansprüche an die Luftfeuchtigkeit und geschützte Standorte stellt.
Das Gabelblattgewächs (Psilotum nudum) gehört zur Ordnung der Psilotales und ist weltweit primär in den Tropen und Subtropen beheimatet, findet aber in geschützten Nischen oder Wintergärten den Weg in unsere Kultur. Es handelt sich um einen Farnverwandten, der keine echten Wurzeln, sondern lediglich Rhizome (unterirdische Sprossachsen) zur Verankerung nutzt. Die Pflanze zeigt eine charakteristische dichotome Verzweigung (gabelartige Teilung der Triebe) und bildet kleine, gelbliche Sporangien (Sporenkapseln) direkt an den Kanten der Triebe aus. Mit einer Wuchshöhe von 0,3 m bleibt sie kompakt und erinnert an archaische Urfarnwälder.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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