Bild folgtKI-generierte IllustrationRosa tomentella
Artengruppe
Auffällig sind die stumpflichen Blättchen der Stumpfblättrigen Rose (Rosa tomentella), die ihr den charakteristischen Namen gaben. Als einheimische Wildrose ist sie ein wertvoller Baustein für die Artenvielfalt, da sie auf der Vorwarnliste der bedrohten Pflanzen steht. Mit ihrem strauchigen Wuchs bietet sie in deinem Garten wichtigen Lebensraum und Schutz für heimische Tiere. Im Winter dienen die gebildeten Hagebutten als natürliche Vorratskammer für Vögel. Du machst mit dieser Wahl alles richtig, wenn du eine robuste und ökologisch wertvolle Alternative zu herkömmlichen Gartenrosen suchst. Mit dieser Rose förderst du aktiv den Erhalt einer selten gewordenen regionalen Art.
Seltene Wildrose der Vorwarnliste: Robust, kühlverträglich und ökologisch wertvoll.
Als heimische Wildrose übernimmt diese Art wichtige Funktionen im Ökosystem, auch wenn spezifische Bestäuberdaten in den aktuellen Erfassungen noch fehlen. Ihre Blüten bieten für die allgemeine Insektenwelt zugänglichen Pollen. Im Spätherbst und Winter verwandeln sich die Blüten in Hagebutten, die eine essenzielle Nahrungsquelle für Vögel darstellen. Da die Pflanze auf der Vorwarnliste steht, ist jeder Gartenstandort ein kleiner Beitrag zur Sicherung des Genpools dieser Art. Die dornige Struktur des Strauchs bietet zudem sichere Rückzugsorte und Nistmöglichkeiten vor Fressfeinden. Durch ihre Standorttreue als Indigen ist sie perfekt in das regionale Nahrungsnetz eingebunden.
Die Stumpfblättrige Rose ist aufgrund ihrer Stacheln als nicht kindersicher eingestuft, da sie bei unvorsichtigem Kontakt Hautverletzungen verursachen kann. Es sind jedoch keine giftigen Bestandteile bekannt. Die Früchte sind bei Vögeln beliebt und für den Menschen ungiftig, sollten aber wegen der feinen Haare im Inneren mit Vorsicht behandelt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), damit die Rose kräftig blüht.
Boden: Ein normaler, mittelzehrender Gartenboden ist ideal; vermeide übermäßige Düngung.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 7), da die Art darauf spezialisiert ist.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte mäßig feucht (frisch) sein; Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze den Strauch idealerweise im Herbst (September bis November) oder im Frühjahr (März bis Mai).
Schnitt: Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht nötig; entferne bei Bedarf lediglich altes Holz bodennah, um den Strauch zu verjüngen.
Vermehrung: Die Rose verbreitet sich natürlich über ihre Früchte oder kann durch Steckholz vermehrt werden.
Pflanzpartner: Der Gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare) ist ein hervorragender Partner, da er ähnliche Bodenansprüche teilt und gemeinsam mit der Rose eine blickdichte, ökologisch wertvolle Hecke bildet.
Die Stumpfblättrige Rose gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz indigen (heimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind sonnige Gebüsche und Waldränder, wobei sie kalkhaltige und basische Standorte (Reaktion 7) bevorzugt. Eine Besonderheit ist ihre Anpassung an eher kühlere, nördliche oder höhere Lagen, was sie von vielen wärmeliebenden Rosenarten unterscheidet. Morphologisch zeichnet sie sich als typischer Strauch durch ihre spezifische Blattform und die bewehrten Triebe aus. Da sie auf der Vorwarnliste (V) geführt wird, ist ihr Schutz im Siedlungsraum von hoher ökologischer Relevanz.
2 Videos zu Stumpfblättrige RoseRose (Artengruppe)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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