Bild folgtKI-generierte IllustrationSalsola tragus
Auch bekannt als: Salsola kali var. tragus, Salsola kali subsp. tragus, Salsola ruthenica var. tragus, Ruthenisches Salzkraut, Salsola kali subsp. ruthenica, Kali-Salzkraut, Ukraine-Salzkraut
An seinem kugeligen, fast stacheligen Wuchs lässt sich das Bocks-Salzkraut (Salsola tragus) sofort erkennen. Diese einjährige Pflanze ist eine spannende Wahl für Gartenfreunde, die sich an extrem trockene und sonnige Standorte wagen, an denen kaum etwas anderes gedeiht. Als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 in ein Gebiet gelangte) besetzt sie ökologische Nischen auf kalkreichen Böden. Auch wenn für diese Art aktuell keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, bereichert ihre markante Gestalt das Gartenbild und bietet Struktur in kargen Beeten. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze für eine heiße Ecke suchst, ist sie einen Versuch wert.
Der Steppenroller für heiße Tage: Trotzt jeder Dürre auf kalkreichem Boden.
Obwohl für das Bocks-Salzkraut in den aktuellen Datensätzen keine spezifischen Beziehungen zu einzelnen Insektenarten gelistet sind, erfüllt es im Naturgarten wichtige Aufgaben. Durch seinen dichten Wuchs bietet es am Boden Schutz und Rückzugsorte für verschiedene Kleintiere. In der späten Blütezeit im August ergänzt es das Nahrungsangebot an Standorten, die für viele andere Pflanzen zu trocken sind. Die Samenstände können im Winter als Futterquelle für Vögel dienen, die auf trockenen Freiflächen nach Nahrung suchen. Da es ein Spezialist für xerotherme (trocken-warme) Standorte ist, fördert es die floristische Vielfalt an schwierigen Gartenplätzen.
Das Bocks-Salzkraut gilt nicht als kindersicher, da die Blätter im Alter sehr steif und fast dornig werden. Dies kann bei Berührung zu unangenehmen Kratzern auf der Haut führen. Trage beim Hantieren mit der Pflanze am besten Gartenhandschuhe. Es liegen keine Hinweise auf eine Giftigkeit vor, dennoch sollte sie nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht (Lichtzahl 9).
Bodenfeuchte: Der Boden sollte unbedingt trocken sein, da die Pflanze sehr empfindlich auf zu viel Nässe reagiert (Feuchtezahl 3).
Bodenbeschaffenheit: Ein normaler Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt ist ideal (Mittelzehrer).
Kalkbedarf: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktion 8); bei Bedarf kannst du etwas Gartenkalk einarbeiten.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst in die Erde.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die Pflanze einjährig wächst und im Winter abstirbt.
Vermehrung: Überlasse der Pflanze die Selbstaussaat, um im nächsten Jahr neue Exemplare zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Färber-Kamille (Anthemis tinctoria) passt hervorragend, da sie dieselben trockenen, sonnigen Standorte und kalkhaltigen Böden bevorzugt.
Das Bocks-Salzkraut (Salsola tragus) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Es besiedelt vorzugsweise Standorte wie Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohbodenflächen), Bahndämme oder Küstendünen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Botanisch ist es durch einen stark verzweigten, oft fast kugelrunden Habitus (Erscheinungsbild) gekennzeichnet. Eine Besonderheit ist die Ausbreitungsstrategie: Im reifen Zustand bricht die Pflanze an der Basis ab und wird als Steppenroller vom Wind über das Gelände getrieben, wobei sie ihre Samen verteilt.
3 Videos zu Bocks-Salzkraut
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →