Bild folgtKI-generierte IllustrationScorzonera austriaca subsp. austriaca
Auch bekannt als: Scorzonera austriaca subsp. austriaca
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Österreichische Schwarzwurzel an ihren strahlend gelben Korbblüten und dem kompakten, niedrigen Wuchs von exakt 16 Zentimetern. Diese botanische Kostbarkeit ist bei uns extrem selten geworden und steht auf der Roten Liste 1, was sie zu einem echten Juwel für den Naturschutz macht. Für bedrohte Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder die Spanische Schecke (Euphydryas desfontainii) ist sie eine wertvolle Nektarquelle. Da sie eine Symbiose mit AM-Mykorrhiza (spezielle Bodenpilze) eingeht, ist sie hervorragend an karge Standorte angepasst. Wenn du dieser Rarität in deinem Garten ein Zuhause gibst, hilfst du aktiv dabei, eine verschwindende Art zu bewahren.
Vom Aussterben bedrohte Rarität: Ein 16 cm kleiner Schatz für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Schwarzwurzel eine Schlüsselpflanze für mehrere seltene Scheckenfalter-Arten. Neben dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) profitieren auch Melitaea varia, Melitaea aetherie und die Melitaea ornata von ihrem Nektarangebot. Sogar der amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) wurde an ihr nachgewiesen. Da ihre Samen mit 6,49 mg vergleichsweise schwer sind, ist die Pflanze auf eine Kurzdistanz-Ausbreitung oder den Transport durch Tiere angewiesen. Ein Bestand in deinem Garten fungiert somit als wichtiges Trittsteinbiotop für die Vernetzung isolierter Populationen.
Die Österreichische Schwarzwurzel wird als nicht kindersicher eingestuft. Da sie auf der Roten Liste 1 steht und vom Aussterben bedroht ist, sollte sie in deinem Garten ohnehin als kostbares Beobachtungsobjekt und nicht als Spielpflanze behandelt werden. Achte darauf, dass weder Kinder noch Haustiere Teile der Pflanze verzehren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.158 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wuchshöhe: Achte bei der Planung darauf, dass die Pflanze mit genau 0,16 m sehr niedrig bleibt und nicht von Nachbarn überwachsen wird.
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz; sie benötigt die Wärme trockener Südhänge.
Boden: Der Boden muss mager und sehr durchlässig sein; ideal ist ein kalkhaltiger Steingarten oder eine Abmagerung mit Sand und Kies.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November in die Erde.
Düngung: Verzichte komplett auf Kunstdünger, um die lebensnotwendige AM-Mykorrhiza (Pilzsymbiose im Boden) nicht zu stören.
Vermehrung: Die Samen sind mit 6,49 mg recht schwer und verbreiten sich nur über kurze Distanzen, lass sie daher einfach vor Ort ausreifen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; die vertrockneten Pflanzenteile dienen im Winter als Schutz.
Pflanzpartner: Eine gute Nachbarin ist die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – sie teilt die Vorliebe für trockene Magerstandorte und blüht zeitgleich in intensivem Purpurrot.
Die Österreichische Schwarzwurzel (Scorzonera austriaca subsp. austriaca) ist ein Vertreter der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, besiedelt dort aber fast ausschließlich Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Felsstandorte. Als ausdauernde, krautige Pflanze bildet sie eine Pfahlwurzel und ist nicht verholzend. Besonders auffällig sind ihre breitblättrigen Laubblätter, die eine Fläche von fast 2000 Quadratmillimetern erreichen können und einen starken Kontrast zur geringen Wuchshöhe bilden.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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