Bild folgtKI-generierte IllustrationSempervivum tectorum subsp. tectorum
An ihren dichten, sternförmigen Rosetten aus dickfleischigen Blättern, die oft rötliche Spitzen tragen, lässt sich die Echte Hauswurz (Sempervivum tectorum subsp. tectorum) sofort erkennen. Als Sukkulente (Wasserspeicherpflanze) ist sie eine wahre Überlebenskünstlerin für Standorte, an denen andere Pflanzen längst aufgeben würden. In deinem Garten besetzt sie ökologische Nischen auf Mauerkronen, Steinplatten oder in Trögen, wo sie fast ohne Pflege auskommt. Da sie ursprünglich aus alpinen Regionen stammt, ist sie extrem frosthart und bleibt das ganze Jahr über grün. Schau dir einmal an, wie sie mit ihren Ausläufern langsam Steinspalten erobert und so Struktur in deinen Steingarten bringt.
Überlebenskünstlerin auf Stein: Die Hauswurz trotzt Hitze und Frost ohne Pflege.
Die Echte Hauswurz spielt eine wichtige Rolle in der Besiedlung von Extremstandorten, die für die meisten anderen Arten unbewohnbar sind. Durch ihre Blattfläche von 373.43 mm² und ihre sukkulente Lebensweise dient sie als robuster Strukturbildner in Steingärten. Nach aktuellen Daten verbreitet sie ihre winzigen Samen mit einem Gewicht von nur 0.0096 mg über den Wind, was eine effiziente Fernausbreitung ermöglicht. Als heimische Pflanze trägt sie zur biologischen Vielfalt bei, indem sie spezialisierte Lebensräume wie Trockenmauern ökologisch aufwertet. Da sie auch im Winter ihre Blätter behält, bietet sie ganzjährig Bodenbedeckung auf kargen Flächen.
Bitte beachte, dass die Echte Hauswurz laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn sie nicht als klassisch hochgiftig gilt, sollten Kleinkinder und Haustiere nicht an den Blättern kauen. Ein vorsichtiger Umgang im Familiengarten ist daher ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Sukkulente
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.265 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 9: Wähle einen vollsonnigen Platz, die Pflanze braucht maximales Licht ohne Beschattung.
Ellenberg Feuchte 2: Der Boden muss trocken sein; vermeide Staunässe durch eine gute Drainage aus Sand oder Kies.
Ellenberg Nährstoffe 2: Setze sie in mageren Boden, da sie als Schwachzehrer kaum Nährstoffe benötigt.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Untergrund ist ideal.
Pflanzzeit: Setze die Rosetten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Wuchshöhe: Plane für die Blüte eine Höhe von 0.27 m ein.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die verblühten Rosetten von selbst absterben und Platz für Jungpflanzen machen.
Gute Partnerin: Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre) — beide Arten sind spezialisierte Überlebenskünstler auf extrem trockenen, nährstoffarmen Standorten.
Die Echte Hauswurz gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und ist in Deutschland heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie Felsstandorte, vor allem in Gebirgslagen. Typisch ist ihre Wuchsform als Sukkulente, die Wasser in den breiten Blättern speichert, um Trockenzeiten zu überbrücken. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.27 m. Ihre Vermehrung erfolgt über extrem leichte Samen (0.0096 mg), die durch den Wind über weite Strecken verbreitet werden können.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →