Bild folgtKI-generierte IllustrationSmyrnium perfoliatum
Auch bekannt als: Smyrnium perfoliatum
18
Arten
interagieren
36
Interaktionen
dokumentiert
An den leuchtend hellgelben Blättern, durch die der Stängel mitten hindurchzuwachsen scheint, lässt sich die Stängelumfassende Gelbdolde (Smyrnium perfoliatum) sofort erkennen. Mit ihrer Wuchshöhe von genau 0,66 m bringt sie bereits im April eine frische, fast neonartige Farbe in halbschattige Gartenbereiche. Für die Artenvielfalt ist sie ein wichtiger Baustein, da sie früh im Jahr spezialisierten Insekten wie der Hain-Schwebfliege (Episyrphus balteatus) wertvolle Nahrung bietet. Auch der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) besucht die Blüten auf der Suche nach Nektar. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die ökologische Lücken im Frühjahr schließt, ist diese Gelbdolde die ideale Wahl für deinen Naturgarten.
Leuchtender April-Bote: Die Schwebfliegen-Tankstelle für schattige Gartenstunden.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Gelbdolde eine exzellente Ressource für Schwebfliegen, darunter die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae) und Arten wie Eupeodes latifasciatus. Besonders wertvoll ist das Angebot im April, wenn viele andere Stauden noch nicht blühen. Auch Schmetterlinge profitieren: Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) sowie die selteneren Arten Papilio alexanor und Papilio hospiton nutzen die Blüten als Nektarquelle. Die Pflanze lebt in einer AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen), was die Bodenstruktur verbessert. Da ihre Samen mit 3,99 mg sehr leicht sind, können sie über weite Strecken durch den Wind verbreitet werden und so neue Lebensräume erschließen.
Die Stängelumfassende Gelbdolde wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Da sie zu den Doldenblütlern gehört, besteht eine Verwechslungsgefahr mit anderen Arten dieser Familie, die teilweise stark giftig sind. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte grundsätzlich vermieden werden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Apr
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.659 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten, da die Pflanze dort ihre leuchtende Blattfarbe am besten entwickelt.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide staubtrockene Plätze im Garten.
Als Starkzehrer (Nährstoffreich) benötigt sie einen fetten Boden – eine Gabe reifer Kompost vor der Blüte wirkt Wunder.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Untergrund; saure Moorbeetböden sind ungeeignet.
Die ideale Pflanzzeit ist der Herbst (September bis November) oder das zeitige Frühjahr (März), solange der Boden offen ist.
Halte beim Pflanzen einen Abstand von etwa 35 cm ein, damit sich die krautige Struktur voll entfalten kann.
Da die 3,99 mg leichten Samen durch den Wind verbreitet werden, kannst du die Samenstände für eine natürliche Verwilderung einfach stehen lassen.
Gute Partnerin: Die Wald-Segge (Carex sylvatica) – sie bevorzugt ebenfalls frische, nährstoffreiche Standorte im Halbschatten und bildet einen ruhigen, grünen Kontrast.
Die Stängelumfassende Gelbdolde gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als etablierter Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst lichte Wälder und Gebüsche, wobei sie kalkhaltige (basische) und nährstoffreiche Böden bevorzugt. Morphologisch auffällig sind die obersten Blätter, die den Stängel komplett umschließen (perfoliat), was ihr ein architektonisches Aussehen verleiht. Trotz ihrer Herkunft aus Südeuropa fügt sie sich harmonisch in unsere heimischen Ökosysteme ein.
2 Videos zu Stängelumfassende Gelbdolde


18 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (CC BY 4.0) – Hervías-Parejo et al. 2023, Zenodo doi:10.5281/zenodo.7985884
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →