Bild folgtKI-generierte IllustrationSubularia aquatica subsp. aquatica
Auch bekannt als: Subularia aquatica subsp. aquatica
Du erkennst die Pfriemenkresse (Subularia aquatica subsp. aquatica) an ihren schmalen, pfriemlichen (spitz zulaufenden) Blättern und ihrem winzigen Wuchs, der kaum über den feuchten Boden hinausragt. Da sie in Deutschland als ausgestorben oder verschollen (Rote Liste 0) gilt, ist die Ansiedlung im Garten ein echter Beitrag zum Artenschutz für eine hochspezialisierte Pflanze. In deinem Ufergarten benötigt sie nährstoffarme Bedingungen, um nicht von größeren Gewächsen verdrängt zu werden. Wenn du einen Teich mit flachen Zonen oder Schlammflächen besitzt, kannst du dieser botanischen Kostbarkeit eine geschützte Heimat geben. Hast du ein Herz für die kleinsten Schätze unserer Natur?
Ein 5 cm kleiner Überlebenskünstler: Hol dir eine seltene Kostbarkeit an den Teich.
Da für diese seltene Art keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, liegt ihr ökologischer Wert vor allem in ihrer Funktion als hochspezialisierter Nischenbesetzer. Sie fördert die Artenvielfalt in sensiblen Uferzonen, die oft durch Nährstoffeinträge verarmt sind. Als indigene Art ist sie Teil des ursprünglichen ökologischen Gefüges unserer Gewässerlandschaften. Ihre Anwesenheit bietet winzigen Wirbellosen im Flachwasser Deckung. Da sie in der freien Natur kaum noch vorkommt, ist jedes Exemplar im Garten ein wichtiges genetisches Backup. Sie zeigt uns, wie wichtig der Erhalt nährstoffarmer Lebensräume für die Biodiversität ist.
Die Pfriemenkresse ist als nicht kindersicher eingestuft, weshalb Vorsicht geboten ist, wenn kleine Kinder im Garten spielen. Es liegen keine detaillierten Giftigkeitsdaten vor, doch sollte der Verzehr unbedingt vermieden werden. Im Notfall kontaktierst du den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.052 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz direkt am Teichrand oder in einer flachen Wasserzone.
Das Substrat sollte unbedingt nährstoffarm und sandig oder kiesig sein, um die natürliche Umgebung nachzubilden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai), damit sich die Wurzeln vor der Hitze etablieren können.
Halte eine Wuchshöhe von exakt 0,05 m ein – achte darauf, dass sie nicht von Algen oder Moosen überwuchert wird.
Da die Pflanze eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza, eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose) eingeht, solltest du auf mineralische Dünger verzichten.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze zierlich und krautig bleibt.
Die Vermehrung erfolgt meist über Selbstaussaat auf offenen Schlammflächen.
Gute Partnerin: Der Strandling (Littorella uniflora) – er besiedelt ähnliche nährstoffarme Uferstandorte und ergänzt die Pfriemenkresse ökologisch perfekt.
Die Pfriemenkresse (Subularia aquatica subsp. aquatica) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Als indigene (einheimische) Art besiedelt sie natürlicherweise die Uferbereiche oligotropher (nährstoffarmer) Gewässer, ist dort aber heute fast vollständig verschwunden. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren krautigen, nicht verholzten Wuchs und eine sehr kleine Blattfläche von nur 32,0 mm² aus. In der Region Deutschland, Österreich und Schweiz gilt sie als eine der seltensten Arten der Feuchtbiotope.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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