Bild folgtKI-generierte IllustrationThalictrum minus subsp. saxatile
Auch bekannt als: Thalictrum minus subsp. saxatile
Du erkennst die Stein-Wiesenraute (Thalictrum minus subsp. saxatile) an ihren fein gefiederten, bläulich-grünen Blättern und den zierlichen, gelblich-grünen Blütenrispen, die fast schwerelos über dem Laub zu schweben scheinen. Da sie in der Natur selten geworden ist und auf der Roten Liste steht, holst du dir mit ihr eine echte botanische Kostbarkeit in deinen Garten. Sie ist perfekt für sonnige, trockene Ecken geeignet, an denen viele andere Stauden bereits aufgeben würden. Auch wenn sie unscheinbar blüht, bietet sie spezialisierten Insekten der Trockenlebensräume einen wertvollen Rückzugsort. Mit der Wahl dieser heimischen Wildpflanze förderst du aktiv die regionale Biodiversität und machst in deinem Naturgarten alles richtig.
Gefährdete Schönheit: Filigranes Laub und maximale Trockenresistenz für Kenner.
Obwohl für diese Unterart keine spezifischen Bestäuberdaten in der Datenbank vorliegen, ist sie als typische Bewohnerin von Magerstandorten ökologisch bedeutsam. Mit einem leichten Diasporengewicht (Samengewicht) von 1.5312 mg nutzt sie den Wind zur Fernausbreitung ihrer Samen. Die Blattfläche von 9099.22 mm² bietet kleinen Gliedertieren wie Käfern Schutz und Schatten auf dem sonst eher kargen Boden. Als Pflanze der Roten Liste 3 hat sie einen hohen konservatorischen Wert; ihre bloße Anwesenheit im Garten stützt das Überleben einer gefährdeten heimischen Art. In der freien Natur ist sie Teil komplexer Lebensgemeinschaften in Xerothermrasen, deren Erhalt für den Artenschutz in Mitteleuropa kritisch ist.
Die Stein-Wiesenraute ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Hahnenfußgewächse enthält sie Stoffe, die bei Hautkontakt oder Verzehr Reizungen auslösen können. In Gärten mit kleinen Kindern ist daher Vorsicht geboten. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.509 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne (Ellenberg-Lichtwert 7).
Der Boden sollte trocken sein (Feuchtewert 2); die Pflanze ist sehr trockenheitsverträglich.
Setze sie in mageren, nährstoffarmen Boden (Schwachzehrer), da sie an karge Standorte angepasst ist.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 8); bei Bedarf kannst du etwas Kalk untermischen.
Pflanze idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange kein Frost herrscht.
Halte bei der Pflanzung etwa 30 cm Abstand zu Nachbarpflanzen ein.
Da sie nicht verholzt, kannst du die abgestorbenen Triebe im späten Winter bodennah zurückschneiden.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – sie teilt die Vorliebe für trockene Kalkböden und ergänzt die Wiesenraute optisch hervorragend.
Die Stein-Wiesenraute gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Waldränder auf Kalkböden. Als indigene (einheimische) Pflanze ist sie perfekt an unsere Klimabedingungen angepasst, gilt jedoch mit der Einstufung Rote Liste 3 als gefährdet. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,51 m bleibt sie kompakt. Ein interessantes Detail ist ihr Mykorrhiza-Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), eine Symbiose mit Bodenpilzen, die ihr hilft, Nährstoffe aus kargen Böden effizient aufzunehmen.
3 Videos zu Stein-Wiesenraute
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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