Bild folgtKI-generierte IllustrationThesium divaricatum
Auch bekannt als: Thesium divaricatum
1
Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist das Ausgebreitete Leinblatt (Thesium divaricatum) durch seine schmalen, fast nadelartigen Blätter und die zierlichen, sternförmigen weißen Blüten, die im Juni erscheinen. Du erkennst die Pflanze an ihrem lockeren, fast schleierkrautartigen Wuchs, der auf mageren Böden besonders gut zur Geltung kommt. Als Halbschmarotzer (Pflanze, die anderen Pflanzen Wasser und Nährstoffe entzieht) ist sie eine ökologische Besonderheit für deinen Garten. Wenn du einen sonnigen Steingarten oder eine Magerwiese besitzt, ist diese Art eine wunderbare Wahl für dich.
Gebietsfremde Art mit dokumentiertem ökologischen Nutzen.
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Das Ausgebreitete Leinblatt blüht im Juni und stellt in dieser Zeit eine wichtige Nektarquelle in trockenen Lebensräumen dar. Durch seine Lebensweise als Halbschmarotzer (Pflanze, die teilweise auf Kosten von Wirten lebt) reguliert es das Wachstum dominanter Gräser. Dies verhindert, dass einzelne Arten die Fläche komplett überwuchern, und schafft Platz für lichthungrige Kräuter. Die Samen dienen kleinen Bodenbewohnern als Nahrungsgrundlage. Da für diese Art keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, bietet sie dir die Gelegenheit für eigene Beobachtungen von Wildbienen und Schmetterlingen. So förderst du die funktionale Vielfalt in deinem Garten.
Das Ausgebreitete Leinblatt ist laut Datenbank nicht kindersicher. Aufgrund dieser Einstufung solltest du die Pflanze außerhalb der Reichweite von Kleinkindern und Haustieren platzieren. Es liegen keine Hinweise auf eine Verwechslung mit hochgiftigen Arten vor, dennoch ist Vorsicht bei möglichem Verzehr geboten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jun
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Pflanzenhöhe
0.294 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten, da die Pflanze viel Licht benötigt.
Boden: Die Erde muss sehr trocken und kalkhaltig sein, um den natürlichen Lebensraum nachzubilden.
Nährstoffe: Ein magerer, stickstoffarmer Boden ist für das Gedeihen zwingend erforderlich.
Pflanzzeit: Setze das Leinblatt idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Pflanzung: Achte darauf, dass der Boden offen und nicht gefroren ist.
Besonderheit: Da es ein Halbschmarotzer ist, sollte es in die Nähe von Gräsern wie dem Schafschwingel (Festuca ovina) gesetzt werden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die Pflanze eher zierlich bleibt.
Überwinterung: Die vertrockneten Triebe solltest du über den Winter als natürlichen Schutz stehen lassen.
Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt am besten über die Selbstaussaat an Ort und Stelle.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Aufrechte Trespe (Bromus erectus), da beide ähnliche karge Standorte besiedeln und das Leinblatt dort seine Wirtspflanzen findet.
Das Ausgebreitete Leinblatt gehört zur Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae). In unserer Region ist es vor allem in Österreich heimisch, wo es bevorzugt sonnige Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) besiedelt. Charakteristisch sind die einnervigen, schmal-linealen Blätter und die trichterförmigen, fünfzipfeligen Blüten. Als Hemiparasit (Halbschmarotzer) zapft die Pflanze mit speziellen Saugorganen die Wurzeln benachbarter Gräser an, um sich zusätzlich mit Wasser zu versorgen.
•EuPPollNet (CC BY 4.0) – Hervías-Parejo et al. 2023, Zenodo doi:10.5281/zenodo.7985884
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →