Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Ascarididae
Der Toxocara cati, im Volksmund als Katzen-Spulwurm bekannt, ist ein parasitischer Fadenwurm, der vornehmlich in den Dünndärmen von Feliden, also Katzenartigen, lebt. Als Biologe begegne ich diesem Tier im Garten meist nicht direkt, da die adulten, also ausgewachsenen Würmer im Körper des Wirtstiers verbleiben. Was wir im Boden finden können, sind die mikroskopisch kleinen Eier. Diese gelangen über den Kot in die Gartenerde. Die Eier besitzen eine sehr widerstandsfähige Hülle, die es ihnen ermöglicht, im Boden über lange Zeiträume infektiös, also ansteckungsfähig, zu bleiben, bis sie von einem neuen Wirt aufgenommen werden.
Der Lebenszyklus ist nicht an eine bestimmte Jahreszeit gebunden, sondern findet ganzjährig statt, solange ein Wirt vorhanden ist. Die Eier sind äußerst temperaturtolerant. Im Frühjahr, wenn die Bodentemperaturen steigen und die Feuchtigkeit zunimmt, entwickeln sich die Larven innerhalb der Eier besonders gut. Die Infektionsgefahr besteht somit ganzjährig, erreicht jedoch in den milden und feuchten Monaten des Frühjahrs und Herbstes ihr Optimum, da die Witterung die Überlebensfähigkeit der Eier in den oberen Bodenschichten begünstigt.
Da der Katzen-Spulwurm eine Zoonose verursachen kann – das bedeutet eine Erkrankung, die vom Tier auf den Menschen übertragbar ist –, ist im Garten ein gewisses Maß an Hygiene ratsam. Wenn du im Sandkasten arbeitest oder in Beeten gräbst, in denen auch Katzen Zugang haben, empfiehlt es sich, Gartenhandschuhe zu tragen. Da die Eier im feuchten Boden besonders gut überdauern, sollte man nach der Gartenarbeit grundsätzlich die Hände gründlich waschen. Das regelmäßige Entwurmen der eigenen Haustiere durch den Tierarzt ist der effektivste Weg, um die Belastung des heimischen Bodens mit Wurmeiern zu reduzieren.
Der Katzen-Spulwurm gehört zur Familie der Ascarididae, einer Gruppe von parasitisch lebenden Fadenwürmern (Nematoda). Er zeichnet sich durch einen komplexen Lebenszyklus aus. Ein wesentliches Merkmal ist die sogenannte Larvenwanderung: Nach Aufnahme der Eier schlüpfen die Larven im Darm des Wirtes, durchdringen die Darmwand und wandern über den Blutkreislauf in verschiedene Organe wie die Leber oder die Lunge. Von dort gelangen sie zurück in den Verdauungstrakt, wo sie ihre Geschlechtsreife erreichen und mit der Eiablage beginnen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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