Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Eurypauropodidae
Wenn du im Garten unter einem alten, morsch gewordenen Holzbrett oder in einer Schicht aus feuchtem Laub gräbst, begegnest du vielleicht einem Lebewesen, das auf den ersten Blick wie ein winziges, zu kurz geratenes Asselchen wirkt. Trachypauropus cordatus gehört zu den sogenannten Wenigfüßern (Pauropoda). Diese Tiere sind selten größer als ein oder zwei Millimeter. Sie haben einen charakteristischen, etwas gedrungenen Körperbau, der fast herzförmig wirkt – daher auch der Artname 'cordatus'. Da sie keine Augen besitzen, verlassen sie sich ganz auf ihre empfindlichen Antennen, mit denen sie die Umgebung ertasten. Sie sind wichtige Bodenbewohner, die zur Zersetzung organischer Substanz beitragen und somit den Nährstoffkreislauf in deinem Garten unterstützen.
Der Lebenszyklus dieser Tiere ist eng an die Feuchtigkeit des Bodens gebunden. Während der milden und feuchten Monate im Frühjahr und Herbst sind sie in der oberen Humusschicht aktiv. Im Hochsommer ziehen sie sich in tiefer gelegene, feuchtere Bodenschichten zurück, falls die Oberfläche zu stark austrocknet. Über den Winter verfallen sie in eine Art Ruhephase, sofern der Boden nicht durchfriert. Da sie keine ausgeprägte Wanderaktivität zeigen, ist ein stabiles, durch Laub und Totholz geschütztes Bodenklima für ihr ganzjähriges Fortbestehen entscheidend.
Da Trachypauropus cordatus auf eine feuchte und stabile Umgebung angewiesen ist, reagiert die Art äußerst empfindlich auf Bodenverdichtung und den Einsatz chemischer Dünger oder Pestizide. Um diese kleinen Bodenhelfer zu schützen, reicht es aus, auf naturnahe Methoden zu setzen: Belasse Laubschichten unter den Sträuchern und verzichte auf das Umgraben großer Beete. Diese Maßnahmen bewahren die Bodenstruktur, die diese Tiere für ihr Überleben benötigen.
Trachypauropus cordatus gehört zur Familie der Eurypauropodidae innerhalb der Klasse der Wenigfüßer (Pauropoda). Im Gegensatz zu den bekannteren Tausendfüßern besitzen diese Tiere meist nur neun bis zehn Beinpaare. Ihre Atmung erfolgt über die gesamte Körperoberfläche, weshalb sie zwingend auf eine hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen sind. Sie sind sogenannte Detritivoren, also Tiere, die sich primär von zerfallendem pflanzlichem Material und den darauf siedelnden Mikroorganismen ernähren. Sie leben ausschließlich im Edaphon, der Gesamtheit der Bodenorganismen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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