Bild folgtKI-generierte IllustrationUtricularia intermedia agg.
Artengruppe
An den fein zerteilten Unterwasserblättern mit ihren winzigen Fangblasen lässt sich der Mittlere Wasserschlauch (Utricularia intermedia agg.) sofort erkennen. Diese heimische Pflanze ist ein hochspezialisierter Bewohner nährstoffarmer Gewässer und im Garten ein echtes Ausrufezeichen für den Artenschutz. Da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 2 als stark gefährdet geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung in einem passenden Teich einen direkten Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Sie besetzt eine ökologische Nische, die nur wenige andere Arten füllen können. Wenn du ein Herz für seltene Moorpflanzen hast, wirst du an diesem zierlichen Überlebenskünstler viel Freude haben.
Gefährdete Jägerin: Hol dir die faszinierende Moorwelt in deinen Gartenteich.
Der Mittlere Wasserschlauch ist ein wichtiger Baustein für die Biodiversität in spezialisierten Feuchtbiotopen. Als indigene (heimische) Art ist er eng mit der regionalen Flora verzahnt und dient in seinem natürlichen Lebensraum als Strukturgeber unter Wasser. Nach aktuellen ökologischen Einstufungen gilt die Art als stark gefährdet (Rote Liste 2), weshalb die Erhaltung jedes Bestandes von hoher Bedeutung ist. In deinem Garten übernimmt er die Rolle eines natürlichen Regulators im Mikrokosmos des Teichs. Er mobilisiert Nährstoffe in kargen Umgebungen und bietet durch sein feines Geflecht wertvolle Verstecke für kleinste Wasserorganismen.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies bezieht sich vor allem auf ihren Standort in tiefem Schlamm oder Wasserzonen, die eine potenzielle Gefahr für unbeaufsichtigte Kinder darstellen können. Die Pflanze selbst ist nicht als Giftpflanze bekannt, sollte aber aufgrund ihrer Seltenheit und Empfindlichkeit grundsätzlich nicht gepflückt oder verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.159 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht (Ellenberg 8): Wähle einen vollsonnigen Standort im Garten, damit die Pflanze ausreichend Energie für die Blüte hat.
Feuchtigkeit (Ellenberg 9): Die Art benötigt dauerhaft nasse Bedingungen, ideal ist die Flachwasserzone oder ein nasses Moorbeet.
Boden (Ellenberg 2): Der Untergrund muss mager (nährstoffarm) sein; herkömmliche Teicherde ist zu gehaltvoll und schadet der Pflanze.
Wasserqualität (Ellenberg 5): Verwende kalkarmes Regenwasser, da sie neutrale bis schwach saure Bedingungen bevorzugt.
Pflanzzeit: Setze den Wasserschlauch im Frühling zwischen April und Mai ein.
Pflege: Da sie ein Schwachzehrer ist, darfst du sie niemals düngen und solltest im Herbst herabfallendes Laub aus dem Wasser fischen.
Vermehrung: Die Pflanze bildet im Herbst Turionen (Überwinterungsknospen), die am Grund überdauern.
Pflanzpartner: Das Sumpf-Blutauge (Comarum palustre) ist ein idealer Begleiter, da es die gleichen Ansprüche an Nährstoffarmut und Nässe stellt.
Der Mittlere Wasserschlauch gehört zur Familie der Wasserschlauchgewächse (Lentibulariaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt bevorzugt Schwingrasen (auf dem Wasser schwimmende Pflanzendecken) und extrem nährstoffarme Moorgewässer. Als krautige, nicht verholzte Pflanze erreicht er eine Wuchshöhe von genau 0,16 m. Eine Besonderheit ist seine Lebensweise als Fleisch fressende Pflanze: Da der Boden kaum Nährstoffe liefert, fängt er kleinste Wasserlebewesen mit spezialisierten Blasen an seinen Unterwasserprossen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →