Bild folgtKI-generierte IllustrationStellaria aquatica
Auch bekannt als: Wassermiere, Wasserdarm
3
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Wasser-Sternmiere (Stellaria aquatica) an ihren charakteristischen, weißen Sternblüten, deren fünf Kronblätter so tief gespalten sind, dass man oft zehn zu zählen glaubt. Mit ihrem kriechenden, krautigen Wuchs ist sie ein wertvoller Bestandteil naturnaher Uferzonen, da sie von Juni bis September unermüdlich blüht. Davon profitiert insbesondere die Wiesenhummel (Bombus pratorum), die an den Blüten verlässlich Nahrung findet. Im Garten hilft sie dir, feuchte Problemstellen am Teichrand oder Bachlauf ökologisch sinnvoll zu begrünen. Wenn du einen Standort mit dauerhafter Bodenfeuchte hast, ist diese heimische Art eine wunderbare Bereicherung für deine lokale Insektenwelt.
Feuchtgebiets-Favorit: Vier Monate weiße Sternenblüten für die Wiesenhummel.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Wasser-Sternmiere eine wichtige Nahrungsquelle für die Wiesenhummel (Bombus pratorum), die die Pflanze während der gesamten Blühphase von Juni bis September besucht. Da die Art als Archäophyt oder indigen gilt, ist sie tief in das heimische Ökosystem integriert. Die sehr leichten Samen (0,1733 mg) sind für die Fernausbreitung optimiert, was dazu beiträgt, dass die Art auch isolierte feuchte Lebensräume im Siedlungsraum besiedeln kann. Durch ihre dichten, breitblättrigen Matten bietet sie zudem einen wertvollen Lebensraum und Feuchtigkeitsschutz für bodenlebende Kleintiere am Wasser. Die Pflanze leistet so einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung von Biotopen in deinem Garten.
Bitte beachte, dass die Wasser-Sternmiere als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du daher Vorsicht walten lassen und den Kontakt oder Verzehr vermeiden. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.399 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort mit dauerhafter Feuchtigkeit, idealerweise in der Sumpfzone deines Gartenteichs.
Die Pflanze benötigt einen Platz mit ausreichend Licht, verträgt aber auch lichten Halbschatten am Ufer.
Pflanze die Sternmiere im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 30 cm ein, damit sich die krautigen Triebe gut ausbreiten können.
Bodenvorbereitung: Der Boden sollte nährstoffreich und humos sein; eine Drainage ist an diesem feuchten Standort nicht erwünscht.
Da sie eine Wuchshöhe von 0,4 m erreicht, eignet sie sich gut als mittelhoher Strukturgeber am Wasser.
Vermehrung erfolgt meist von selbst durch die leichten Samen, die durch Wind verbreitet werden.
Gute Partnerin: Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) – sie teilt die Vorliebe für feuchte Böden und ergänzt die Sternmiere optisch durch ihre rötlichen Glockenblüten.
Die Wasser-Sternmiere gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in weiten Teilen Deutschlands und Österreichs indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind feuchte Gräben, Uferbereiche und Auenwälder, wobei sie eine enge Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhiza-Pilzen (AM - eine Form der Wurzel-Pilz-Gemeinschaft zur Nährstoffaufnahme) eingeht. Morphologisch zeichnet sie sich als nicht verholzte, breitblättrige Staude aus, die eine Wuchshöhe von exakt 0,4 m erreicht. Ihre leichten Samen wiegen nur etwa 0,1733 mg, was ihnen die Fernausbreitung über Wind und Wasser ermöglicht.
3 Videos zu Wasser-Sternmiere
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (CC BY 4.0) – Hervías-Parejo et al. 2023, Zenodo doi:10.5281/zenodo.7985884
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →