Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Apidae
Wenn du im Frühjahr an sonnigen, sandigen Stellen im Garten kleine, wendige Insekten beobachtest, die ihre Flügel auffällig flach halten und fast wie Wespen wirken, könnte das Nomada dubia sein. Diese Art gehört zur Gruppe der Wespenbienen. Der Name ist Programm, denn sie sind Kuckucksbienen. Das bedeutet, sie bauen keine eigenen Nester und sammeln auch keinen Pollen für ihren Nachwuchs. Stattdessen schleichen sie sich in die Nester der Sandbienen, besonders der Gattung Andrena, und legen dort ihre Eier ab. Die Larve der Wespenbiene frisst dann den Futtervorrat auf, den die Sandbiene mühsam für ihre eigene Brut zusammengetragen hat.
Die Flugzeit von Nomada dubia ist eng an die ihrer Wirte gekoppelt und findet hauptsächlich im zeitigen Frühjahr statt, meist von März bis Mai. In dieser Zeit sind die Weibchen auf der Suche nach den Nisteingängen der Wirtsbienen, um ihre Eier in die fremden Brutzellen zu platzieren. Nach der Eiablage sterben die erwachsenen Tiere bald ab. Die Larven entwickeln sich im Schutz des fremden Nestes und überwintern schließlich als voll entwickelte Tiere in ihrem Kokon im Boden, um im nächsten Frühjahr als neue Generation wieder auszuschlüpfen.
Obwohl Nomada dubia zu den Bienen zählt, ist sie für den Menschen völlig ungefährlich. Als Kuckucksbienen besitzen sie keinen wirksamen Wehrstachel, der menschliche Haut durchdringen könnte. Sie sind zudem sehr scheu und flüchten eher, als dass sie die Nähe zum Menschen suchen. Ein Schutz dieser Tiere ist nicht notwendig, da sie keine Nester bauen, die zerstört werden könnten. Am meisten hilfst du ihnen, indem du ihren Wirten, also den bodennistenden Wildbienen, ungestörte, vegetationsarme Bodenstellen und ein breites Angebot an Frühblühern zur Verfügung stellst.
Nomada dubia gehört zur Familie der Apidae (Echte Bienen) und zur Gattung Nomada. Da sie keine eigene Pollensammeleinrichtung an den Beinen besitzen, sind sie bei der Nahrungsaufnahme auf Nektar von frühblühenden Pflanzen angewiesen, um ihren eigenen Energiebedarf zu decken. Sie zeichnen sich durch ein auffälliges, meist gelb-schwarzes oder rot-schwarzes Muster aus, das sie optisch von den pelzigen Wildbienen abhebt. Als spezialisierte Parasiten im Nistbereich anderer Bienen sind sie ein wertvoller Indikator für ein gesundes Ökosystem, da ihre Anwesenheit zwingend voraussetzt, dass auch ihre Wirtsarten im Garten siedeln.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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