Bild folgtKI-generierte IllustrationAbies grandis
Auch bekannt als: Große Küstentanne, Küsten-Tanne, Küstentanne, Riesentanne, Riesen-Tanne
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Arten
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Küsten-Tanne (Abies grandis) an ihren langen, flach gescheitelten Nadeln, die beim Zerreiben intensiv nach Zitrusfrüchten duften. In deinem Garten ist dieser stattliche Baum weit mehr als nur ein grüner Akzent. Er dient als lebenswichtige Kinderstube für spezialisierte Nachtfalter wie die Achteule (Mniotype adusta). Auch der seltene Nadelgehölz-Blütenspanner findet hier einen Platz für seine Entwicklung. Wenn du den nötigen Platz in deinem Garten hast, schaffst du mit diesem Baum ein beständiges Ökosystem über Generationen hinweg. Schau einmal genau hin, wie viel Leben sich zwischen den dichten Nadeln verbirgt.
Wichtige Kinderstube für die Achteule und den Nadelgehölz-Blütenspanner.
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Dieser Nadelbaum ist ein bedeutender Lebensraum für die heimische Insektenwelt. Besonders wertvoll ist er als Raupenfutterpflanze für spezialisierte Arten wie den Nadelgehölz-Blütenspanner und den Sägezahnfühler-Nadelholzspanner. Auch die Raupen der Achteule (Mniotype adusta) sind auf das Vorhandensein solcher Gehölze angewiesen. Im Winter bieten die dichten Nadelzweige vielen Vögeln einen geschützten Rückzugsort vor Kälte und Fressfeinden. Da die Zapfen nahrhafte Samen enthalten, profitiert auch die lokale Vogelwelt von einem ausgewachsenen Exemplar als Futterquelle in der kalten Jahreszeit.
Bitte beachte, dass die Küsten-Tanne als nicht kindersicher eingestuft wird. Es besteht zwar keine direkte Verwechslungsgefahr mit der hochgiftigen Eibe (Taxus baccata), deren Nadeln keine weißen Streifen auf der Unterseite haben, dennoch sollten die Nadeln und das Harz nicht verzehrt werden. Die ätherischen Öle im Harz können bei direktem Hautkontakt in seltenen Fällen Reizungen hervorrufen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Nadelblättrig
Pflanzenhöhe
54.92 m
Pflanzzeit: Du solltest die Küsten-Tanne im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden offen (frostfrei) ist.
Standort: Wähle einen Platz mit ausreichend Raum zur Entfaltung, da der Baum sehr groß und breit werden kann.
Boden: Der Untergrund muss tiefgründig sein, damit die Pfahlwurzel (senkrecht nach unten wachsende Hauptwurzel) genügend Halt findet.
Pflege: In den ersten zwei bis drei Standjahren ist bei sommerlicher Trockenheit eine regelmäßige Wässerung notwendig.
Düngung: Eine Gabe von reifem Kompost im zeitigen Frühjahr unterstützt das junge Wachstum.
Schnitt: Ein Rückschnitt ist bei Tannen nicht erforderlich; er würde die natürliche, pyramidenförmige Wuchsform dauerhaft stören.
Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt in der Regel durch die Aussaat der Samen, die in den aufrecht stehenden Zapfen reifen.
Begleitpflanzung: Eine gute Partnerin ist die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) – sie bildet am Fuß des Baumes einen ökologisch wertvollen Bodendecker und kommt mit dem lichten Schatten der Krone bestens zurecht.
Die Küsten-Tanne (Abies grandis) gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) innerhalb der Ordnung der Kiefernartigen. In Regionen wie Österreich gilt sie als etablierter Teil der Baumlandschaft und besiedelt dort bevorzugt tiefgründige Standorte. Markant ist ihr sehr gerader Stamm mit einer silbrig-grauen Rinde, die im Alter flache Risse bekommt. Die Nadeln sind oberseits glänzend dunkelgrün und besitzen auf der Unterseite zwei helle Spaltöffnungsbänder (Poren für den Gasaustausch). Als immergrüner Nadelbaum trägt sie wesentlich zur Struktur des Gartens im Winter bei.
3 Videos zu Küsten-Tanne



3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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