Bild folgtKI-generierte IllustrationAbies grandis
Auch bekannt als: Große Küstentanne, Küsten-Tanne, Küstentanne, Riesentanne, Riesen-Tanne
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
3
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihrem stattlichen Wuchs und den flach gescheitelten, intensiv glänzenden Nadeln lässt sich die Küsten-Tanne (Abies grandis) sofort erkennen. In deinem Naturgarten bietet dieser imposante Baum einen wertvollen Lebensraum für spezialisierte Nachtfalter wie den Nadelgehölz-Blütenspanner (Eupithecia abietaria) oder die Achteule (Moma alpium). Durch ihre dichte Struktur dient sie zudem als ganzjähriger Rückzugsort für gebietsfremd Vögel, die in der Krone Schutz vor Witterung finden. Wenn du ihr den nötigen Platz einräumst, erhältst du einen langlebigen Baum, der Generationen überdauert. Überlege dir vor der Pflanzung jedoch gut, ob dein Grundstück für diese beachtliche Endgröße geeignet ist.
Stattlicher Raumgeber: 54 Meter Wuchshöhe für spezialisierte Nachtfalter.
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Ökologisch ist die Küsten-Tanne vor allem als spezialisierte Raupenfutterpflanze bedeutsam. Sie bietet Arten wie dem Nadelgehölz-Blütenspanner (Eupithecia abietaria) und dem Sägezahnfühler-Nadelholzspanner (Macaria signaria) eine lebensnotwendige Nahrungsgrundlage. Auch die Raupen der Achteule (Moma alpium) sind auf das Nadelwerk angewiesen. Die im Mai erscheinenden Zapfen produzieren Samen mit einem Gewicht von 17,579 mg. Da diese Diasporen (Verbreitungseinheiten) recht schwer sind, erfolgt die Ausbreitung meist über kurze Distanzen durch den Wind oder durch Tiere. Vögel nutzen die dichte Krone zudem als sicheren Brutplatz und Winterquartier.
Die Küsten-Tanne (Abies grandis) ist laut Datenbank-Eintrag nicht kindersicher. Auch wenn sie nicht zu den hochgiftigen Pflanzen zählt, können die enthaltenen ätherischen Öle und Harze bei Hautkontakt oder Verzehr zu Reizungen führen. Achte besonders auf kleine Kinder, die im Garten spielen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung oder bei Unwohlsein kontaktiere bitte den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Nadelblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
54.917 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen halbschattigen bis sonnigen Platz mit ausreichend Raum zur freien Entfaltung.
Boden: Die Tanne benötigt einen tiefgründigen, nährstoffreichen und gleichmäßig feuchten Untergrund.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Bäume zwischen März und Mai in den offenen Boden.
Pflanzzeit Herbst: Auch die Monate September bis November eignen sich hervorragend zur Pflanzung.
Platzbedarf: Aufgrund der stattlichen Wuchshöhe von 54,92 m ist ein großer Abstand zu Gebäuden zwingend erforderlich.
Bewässerung: In trockenen Sommern solltest du den Boden feucht halten, da die Art empfindlich auf Austrocknung reagiert.
Pflege: Ein Rückschnitt ist bei diesem Baum nicht vorgesehen, da er die natürliche Wuchsform dauerhaft zerstören würde.
Gute Partnerin: Rotbuche (Fagus sylvatica) – sie bildet eine natürliche Lebensgemeinschaft und verträgt den Schattenwurf der Tanne im Alter sehr gut.
Die Küsten-Tanne (Abies grandis) gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) innerhalb der Ordnung der Kiefernartigen. Ursprünglich im Westen Nordamerikas beheimatet, findet man sie in Mitteleuropa vor allem in forstlich genutzten Mischwäldern auf kollinen (hügeligen) bis montanen (bergigen) Standorten. Ein markantes Merkmal sind die flach ausgebreiteten Nadeln, die kammartig in zwei Reihen am Zweig stehen. Mit einer Wuchshöhe von exakt 54,92 m gehört sie zu den größten Baumarten, die du in deinem Garten beherbergen kannst. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet sie sich zudem durch einen aromatischen Duft der Nadeln aus.
3 Videos zu Küsten-Tanne



3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →