Bild folgtKI-generierte IllustrationAbies sibirica
Auch bekannt als: Sibirische Tanne
An ihrer schmalen, beinahe säulenförmigen Krone und den weichen, intensiv duftenden Nadeln lässt sich die Sibirische Tanne (Abies sibirica) sofort erkennen. In deinem Garten übernimmt dieser stattliche Baum die Rolle eines ganzjährigen Schutzgebiets, besonders wenn es im Winter ungemütlich wird. Vögel wie das Wintergoldhähnchen (Regulus regulus) oder die Tannenmeise (Periparus ater) finden in dem dichten Nadelkleid sicheren Unterschlupf vor Wind und Kälte. Da sie ein echtes Kind des Nordens ist, bringt sie eine robuste, immergrüne Struktur in große Naturgärten. Wenn du den nötigen Platz für einen wahren Riesen hast, schaffst du mit ihr einen wertvollen Trittstein für die Waldökologie.
Gebietsfremde Art mit dokumentiertem ökologischen Nutzen.
In deinem Garten fungiert die Sibirische Tanne als wichtiger Winterhafen. Die dichten Nadeln bieten dem Wintergoldhähnchen (Regulus regulus) Schutz bei Frost. Ihre Samen, die ein Gewicht von 10,0 mg erreichen, dienen als energiereiche Nahrung für spezialisierte Vögel wie den Fichtenkreuzschnabel (Loxia curvirostra). Da die Zapfen aufrecht stehen und bei der Reife am Baum zerfallen, werden die Samen leicht durch den Wind oder Tiere in der direkten Umgebung verteilt. Durch ihre immergrüne Art fördert sie eine waldähnliche Struktur, die im Siedlungsraum oft fehlt und vielen Waldtieren als Rückzugsort dient.
Die Sibirische Tanne (Abies sibirica) wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile wie Nadeln oder die zerfallenden Zapfenschuppen in den Mund nehmen. In einem naturnahen Garten sollte sie so platziert werden, dass sie nicht im direkten Spielbereich von Kleinkindern steht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Nadelblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
40 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen kühlen, luftfeuchten Platz im Halbschatten oder in der Sonne.
Boden: Der Untergrund sollte frisch bis feucht und gut durchlässig sein.
Wuchshöhe: Mit 40.0 m benötigt dieser Baum sehr viel Raum zur Entfaltung.
Pflanzzeit Frühling: Ideal sind die Monate März bis Mai, bevor der neue Austrieb beginnt.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November kannst du pflanzen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die natürliche Wuchsform am schönsten ist.
Besonderheit: Das schwere Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von 10,0 mg sorgt für eine Ausbreitung über kurze Distanzen.
Gute Partnerin: Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) – es nutzt als Frühblüher das Licht unter der Tanne und schätzt den waldbodenähnlichen Standort.
Die Sibirische Tanne (Abies sibirica) gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) und ist ein prägender Baum der borealen Nadelwälder (nördliche Nadelwaldzone). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Russlands bis nach Nordchina, sie kommt aber in unseren kühlen Berglagen hervorragend zurecht. Ein markantes Merkmal für Kenner ist die glatte, graue Rinde, die oft kleine Harzbeulen aufweist. Ihre Nadeln sind flach und tragen auf der Unterseite zwei helle Stomata-Bänder (Spaltöffnungen für den Gasaustausch), was sie von Fichten unterscheidet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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