Bild folgtKI-generierte IllustrationAcmaeops pratensis
An den gelbbraunen Flügeldecken (Elytren) und dem kugelartig gewölbten, schwarzen Halsschild lässt sich der Gelbbraune Kugelhalsbock (Acmaeops pratensis) sofort erkennen. Du siehst diesen Käfer meist in der warmen Jahreszeit, wenn er geschickt über Blüten krabbelt. Er bringt pro Zyklus eine Generation hervor, wobei die Entwicklung der Larve oft über zwei Jahre andauern kann. Seine Eier legt das Weibchen bevorzugt in die Rinde von abgestorbenem Nadelholz ab. Die Larven ernähren sich im Inneren von morschen Stämmen der Fichte (Picea abies) oder Kiefer (Pinus sylvestris), was sie zu wichtigen Helfern im Naturkreislauf macht. Im Sommer labt sich der erwachsene Käfer an Pollen und Nektar, wobei er gerne die Blüten der Margerite (Leucanthemum vulgare) besucht. Den Winter überdauert das Tier als Larve im Inneren von Totholz, wo es in eine Kältestarre (Zustand verlangsamter Lebensvorgänge) verfällt. Wenn du diesen seltenen Gast unterstützen möchtest, kannst du alte Baumstümpfe oder liegendes Nadelholz in einer Ecke deines Gartens belassen. So schaffst du eine Kinderstube für diesen nützlichen Zersetzer, der totes Holz wieder in den Nährstoffkreislauf zurückführt.
Dieses Insekt ist vollkommen harmlos und verfügt über keinen Stachel oder Gift. Da der Käfer in vielen Regionen selten geworden ist, gilt er als schützenswertes Juwel deiner Gartenfauna und sollte nicht gestört oder umgesiedelt werden.
Der Gelbbraune Kugelhalsbock gehört zur Familie der Bockkäfer (Cerambycidae) und zur Ordnung der Käfer (Coleoptera). Er ist in weiten Teilen Mitteleuropas heimisch und besiedelt bevorzugt Nadelwälder und deren Ränder. Charakteristisch für diese Art ist der auffällig rundliche Halsschild und die gelbliche Färbung der Flügeldecken. Er führt ein eher verstecktes Leben und wird meist nur bei der Nahrungsaufnahme auf sonnigen Waldwiesen oder in naturnahen Gärten beobachtet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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