Bild folgtKI-generierte IllustrationAconitum tauricum subsp. tauricum
Auch bekannt als: Aconitum tauricum subsp. tauricum
Schon von weitem fällt der Tauern-Eisenhut durch seine tiefblauen bis violetten Blütenhelme auf, die dicht an der aufrechten Sprossachse angeordnet sind. Diese Staude ist ein hochkarätiger Gast für deinen Garten, da sie in der Natur extrem selten vorkommt und auf der Roten Liste unter der Kategorie R (extrem selten) geführt wird. Als indigene (einheimische) Pflanze leistet sie einen unschätzbaren Beitrag zum Erhalt unserer regionalen Flora. Wenn du kühle Gartenpartien ökologisch aufwerten möchtest, triffst du mit dieser Art die richtige Wahl. Du solltest jedoch beachten, dass sie in allen Pflanzenteilen hochgiftig ist.
Ein Juwel der Alpen: Schütze den extrem seltenen Tauern-Eisenhut in deinem Garten.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Tauern-Eisenhut eine bedeutende Art für die Biodiversität, auch wenn spezifische Interaktionen in dieser Datenbank nicht gelistet sind. Seine Einstufung als extrem seltene Art (Rote Liste R) macht jedes Exemplar im Garten zu einem wertvollen Trittsteinbiotop für den Erhalt seltener Pflanzengenetik. Durch die arbuskuläre Mykorrhiza (AM) fördert er die biologische Aktivität und die Pilzvielfalt im Boden. Er dient als spezialisierter Nektar- und Pollenspender für die Insektenwelt der Bergregionen. Mit seiner Pflanzung unterstützt du direkt eine heimische (indigene) Art, die in der freien Landschaft unter starkem Druck steht.
Achtung: Der Tauern-Eisenhut ist sehr giftig. Er enthält Alkaloide wie Aconitin, wobei die gesamte Pflanze und besonders die Wurzel gefährlich sind; eine Vergiftung erfolgt durch Einnahme. Die Pflanze ist daher absolut nicht kindersicher. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere sofort den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort, der kühl und gleichmäßig feucht ist, um den alpinen Herkunftsorten zu entsprechen.
Da die Pflanze nährstoffbedürftig ist, arbeite bei der Pflanzung etwas reifen Kompost in den Boden ein.
Setze die Staude idealerweise im Frühjahr (April bis Mai) oder im Herbst in die Erde, solange kein Bodenfrost herrscht.
Achte auf eine gute Wasserversorgung; Trockenstress sollte unbedingt vermieden werden.
Da der Eisenhut nicht kindersicher ist, sollte er in Bereichen gepflanzt werden, die für kleine Kinder unzugänglich sind.
Ein Rückschnitt im Spätherbst nach dem Verwelken der krautigen Teile ist möglich, schützt aber auch als Winterschutz für Bodenorganismen, wenn er stehen bleibt.
Gute Partnerin: Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) — sie teilt die Vorliebe für feuchte, nährstoffreiche Böden und bildet einen schönen farblichen Kontrast.
Der Tauern-Eisenhut (Aconitum tauricum subsp. tauricum) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst vor allem die Gebirgsregionen im südlichen deutschsprachigen Raum, wo er auf Hochstaudenfluren (nährstoffreiche, feuchte Wiesen der Gebirge) und kalkreichen Steinböden wächst. Eine botanische Besonderheit ist seine Mykorrhiza-Symbiose (AM - arbuskuläre Mykorrhiza), bei der die Wurzeln eine enge Gemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen eingehen. Morphologisch besticht er durch die namensgebende Helmform des obersten Kelchblattes.
3 Videos zu Tauern-Eisenhut
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →