Bild folgtKI-generierte IllustrationAcorus calamus
Auch bekannt als: Karremanswurzel, Kaninchenwurz, Rotting, Gewürzkalmus, Würtzriedt, Magenbrand, Magenwurz, Kaninchenwurzel, Karremanswurz, Schwertheu, Nagenwurz, Zehrwurz, Ackerwurz, Indischer Kalmus
5
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Wer Kalmus (Acorus calamus) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die schwertförmigen Blätter und der markante, fingerförmige Blütenkolben verleihen ihm ein fast exotisches Aussehen am Teichrand. Als Biologe schätze ich ihn besonders, weil er trotz seines Status als Neophyt (nach 1492 eingeführte Pflanzenart) einen wertvollen Beitrag für unsere heimische Insektenwelt leistet. Er bietet spezialisierten Wildbienen wie der Verkannten Goldfurchenbiene (Halictus confusus) und der Rotbeinigen Furchenbiene (Halictus rubicundus) eine wichtige Anlaufstelle. Mit seiner stattlichen Wuchshöhe von 1,18 m strukturiert er die Uferzone wunderbar und bringt durch seinen aromatischen Duft eine besondere Atmosphäre in deinen Garten. Wenn du eine feuchte Senke oder einen Teich hast, machst du mit dieser Pflanze alles richtig.
Stattliche 1,18 m Uferglück: Der aromatische Magnet für seltene Furchenbienen.
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Obwohl der Kalmus ursprünglich aus Asien stammt, hat er sich fest in unser Ökosystem integriert. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist er eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Wildbienenarten. Besonders häufig zu Gast sind die Gebänderte Blattschneiderbiene (Megachile maritima) und die Weißbinden-Schmalbiene (Lasioglossum album). Auch die Breitbindige Schmalbiene (Lasioglossum laticeps) nutzt das Angebot der unauffälligen Blütenkolben. Da die Pflanze dichte Bestände bildet, bietet sie zudem wertvollen Lebensraum und Versteckmöglichkeiten für Amphibien und Libellenlarven in der Übergangszone zwischen Wasser und Land.
Bitte beachte, dass der Kalmus im Gartenkontext als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn Teile der Pflanze traditionell genutzt werden, können die Inhaltsstoffe bei unsachgemäßer Handhabung oder Verzehr durch Kinder Unverträglichkeiten auslösen. Im Falle eines Falles erreichst du den Giftnotruf unter 0228 19 240. Für Haustiere sollte der Zugang zum Wurzelstock ebenfalls eingeschränkt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.967 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort : Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), damit sich die Blüten gut entwickeln.
Boden : Der Boden sollte sehr nährstoffreich sein (Starkzehrer); regelmäßige Gaben von Kompost am Teichrand fördern das Wachstum.
Feuchtigkeit : Kalmus benötigt nasse Füße (Feuchtezahl 10), ideal ist eine Wassertiefe von bis zu 10 Zentimetern oder ein dauerfeuchter Sumpfbereich.
Bodenbeschaffenheit : Er bevorzugt kalkhaltige (basische) Bedingungen; saure Moorbeete sind weniger geeignet.
Pflanzzeit : Setze den Kalmus im Frühjahr zwischen März und Mai, damit er vor dem Winter gut anwurzeln kann.
Pflanzabstand : Da er eine Wuchshöhe von genau 1,18 m erreicht, plane etwa 40 bis 50 Zentimeter Platz zur nächsten Pflanze ein.
Pflege : Ein Rückschnitt der alten Blätter erfolgt am besten im späten Frühjahr, um Winterschutz für Kleintiere zu bieten.
Partnerempfehlung : Die heimische Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen Standortansprüche teilt und die Uferzone ökologisch aufwertet.
Der Kalmus (Acorus calamus) gehört zur Familie der Kalmusgewächse (Acoraceae) und ist die einzige Gattung in dieser Ordnung. Er ist heute in ganz Mitteleuropa verbreitet und besiedelt bevorzugt nährstoffreiche (fette) Stillgewässer oder langsam fließende Uferbereiche. Die Pflanze ist eine ausdauernde, krautige (nicht verholzende) Art, die über ein kräftiges Rhizom (unterirdischer Wurzelstock) kriecht. Besonders auffällig sind die breitblättrigen, am Rand oft gewellten Blätter, die beim Zerreiben einen intensiven, würzigen Duft verströmen.
1 Video zu Kalmus

5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →