Bild folgtKI-generierte IllustrationAdonis aestivalis subsp. aestivalis
Auch bekannt als: Adonis aestivalis subsp. aestivalis
Wer das Sommer-Adonisröschen einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die schalenförmigen, intensiv blutroten Blüten mit dem schwarzen Fleck in der Mitte sind im Garten eine echte Rarität. Da die Art als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch wurde) gilt und heute stark gefährdet ist, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Besonders auf kalkreichen, sonnigen Flächen bietest du damit Insekten eine wichtige Nahrungsquelle, die in der modernen Agrarlandschaft kaum noch zu finden ist. Durch ihre fein gefiederten Blätter wirkt sie im Beet zudem äußerst filigran. Wenn du einen trockenen, warmen Platz erübrigen kannst, wird sie dich mit ihrer außergewöhnlichen Farbe belohnen.
Rotes Juwel der Kalkäcker: Schütze eine der seltensten Pflanzen unserer Heimat.
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist das Sommer-Adonisröschen eine ökologische Kostbarkeit, da es auf der Roten Liste mit der Stufe 2 (stark gefährdet) geführt wird. Die schweren Samen werden kaum durch Wind, sondern eher über kurze Distanzen am Boden verbreitet, weshalb die Pflanze auf stabile Gartenstandorte angewiesen ist. Sie dient verschiedenen Insekten als Nektarquelle in den trockenen Sommermonaten, wenn viele andere Feldblumen bereits verblüht sind. Besonders spezialisierte Bestäuber, die auf kalkliebende Flora angewiesen sind, profitieren von diesem Rückzugsort. Durch die Förderung dieser Art sicherst du das Überleben eines bedrohten Kulturbegleiters unserer ursprünglichen Landwirtschaft.
Die Pflanze ist in allen Teilen, insbesondere im Kraut, leicht giftig. Sie enthält herzwirksame Steroidglykoside (herzkraftverstärkende Wirkstoffe) wie Adonitoxin, die bei Einnahme zu Vergiftungen führen können. Vorsicht bei Kindern und Haustieren im Garten. Im Notfall kontaktieren Sie den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.334 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 7: Wähle unbedingt einen vollsonnigen Platz für die Aussaat.
Ellenberg Feuchte 3: Der Boden sollte trocken sein; Staunässe (stehendes Wasser) verträgt die Pflanze gar nicht.
Bodenbeschaffenheit: Ein normaler, mittelzehrender Boden ist ideal, solange er kalkhaltig (basisch) ist.
Wuchshöhe: Die Pflanze erreicht eine feste Höhe von genau 0.33 m.
Aussaat: Säe die Samen am besten im frühen Herbst oder im zeitigen Frühjahr (März bis April) direkt ins Freiland.
Pflege: Da es eine einjährige Art ist, solltest du die verblühten Köpfe für die Selbstaussaat stehen lassen.
Kalkung: Bei eher sauren Böden empfiehlt sich die Zugabe von etwas Gartenkalk vor der Pflanzung.
Gute Partnerin: Feld-Rittersporn (Consolida regalis) — er teilt die Vorliebe für kalkhaltige Standorte und ergänzt das Rot des Adonisröschens durch seine violetten Blüten ökologisch wertvoll.
Das Sommer-Adonisröschen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sein natürliches Vorkommen liegt in Kalk-Äckern und auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wobei es heute in vielen Regionen fast verschwunden ist. Charakteristisch sind die fein zerteilten, fast fadenförmigen Blätter und der aufrechte, nicht verholzte Wuchs. Als einjährige krautige Pflanze schließt sie ihren Lebenszyklus innerhalb eines Sommers ab und verbreitet sich durch relativ schwere Samen nur über kurze Distanzen im unmittelbaren Umkreis.
3 Videos zu Sommer-Adonisröschen
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →