Bild folgtKI-generierte IllustrationAegilops bicornis
Auch bekannt als: Aegilops bicornis
Mit ihren langen, borstenartigen Grannen (nadelförmige Fortsätze an den Ähren) fällt Aegilops bicornis sofort auf. Dieses Gras ist ein enger wilder Verwandter unseres Kultuweizens und bringt eine urwüchsige Ästhetik in naturnahe Pflanzungen. Als einjähriges Süßgras (Poaceae) dient es vor allem als wertvoller Samenlieferant für gebietsfremd Vögel, die in den Wintermonaten auf nahrhafte Körner angewiesen sind. Da es sich um eine seltene botanische Besonderheit handelt, förderst du mit seiner Kultivierung die genetische Vielfalt in deiner Region. Wenn du ein Herz für die Ahnen unseres täglichen Brotes hast, ist dieses Gras eine faszinierende Bereicherung für dein Gartenbeet.
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Als Wildform unserer Getreidearten spielt dieses Gras eine wichtige Rolle im ökologischen Gefüge des Gartens. Besonders nach der Samenreife im Spätsommer wird es zur natürlichen Futterstation für körnerfressende Vögel wie die Goldammer (Emberiza citrinella) oder den Buchfinken (Fringilla coelebs). Die abgestorbenen Halme bieten zudem im Winter wichtige Rückzugsorte für kleine Erdbewohner und Insekten. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, ist davon auszugehen, dass die Pflanze wie die meisten Gräser windblütig ist und somit eher als Struktur- und Futterpflanze statt als Nektarquelle dient. Dennoch bereichert sie das Mikrohabitat durch ihre natürliche Wuchsform.
Aegilops bicornis wird als nicht kindersicher eingestuft. Grund hierfür sind die sehr harten und spitzen Grannen der Ähren, die bei Berührung oder beim Spielen leicht in die Haut, Augen oder Schleimhäute eindringen und dort schmerzhafte Reizungen verursachen können. Auch für neugierige Haustiere stellen die Widerhaken an den Samenkapseln ein Verletzungsrisiko dar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens sechs bis acht Stunden direkter Sonneneinstrahlung.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher nährstoffarm sein; mische bei schwerer Erde reichlich Sand unter.
Achte auf einen guten Wasserabzug (Vermeidung von Staunässe), da die Wurzeln empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit reagieren.
Pflanzzeit im Frühling: Bringe die Jungpflanzen oder Samen von März bis Mai direkt in den Boden aus.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern ein, damit sich die Horste gut entfalten können.
Eine Düngung ist in der Regel nicht notwendig und würde nur zu instabilem Wuchs führen.
Lasse die vertrockneten Halme über den Winter stehen, damit die Samen ausreifen und Vögeln als Nahrung dienen können.
Gute Partnerin: Die Echte Schafgarbe (Achillea millefolium) — sie teilt die Vorliebe für magere Standorte und ergänzt das filigrane Gras optisch durch ihre flachen Doldenblüten.
Aegilops bicornis gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und steht in enger Verwandtschaft zur Gattung des Weizens. In Mitteleuropa findet man die Art gelegentlich an trockenen, sonnenexponierten Standorten oder als seltenen Gartenflüchtling auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Botanisch zeichnet es sich durch einen zweizeiligen Ährenstand aus, wobei die namensgebenden zwei 'Hörner' durch die spezifische Anordnung der Grannen an der Spitze entstehen. Die Pflanze wächst typischerweise horstartig (in dichten Büscheln) und schließt ihren Lebenszyklus innerhalb eines Jahres ab.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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