Bild folgtKI-generierte IllustrationAgrochola circellaris Hufnagel, 1766
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Wer die Rötliche Herbsteule (Agrochola circellaris) einmal beobachtet hat, vergisst sie nicht: Mit ihren warmen, gelblichen bis rostbraunen Vorderflügeln und der charakteristischen dunklen Nierenmakel (einem nierenförmigen Fleck auf den Flügeln) ist sie im herbstlichen Garten perfekt getarnt. Dieser Nachtfalter bildet eine Generation pro Jahr aus. Die Weibchen legen ihre Eier im Herbst einzeln oder in kleinen Gruppen an die Zweige der Wirtspflanzen ab. Im Frühling, meist im März oder April, schlüpfen die Raupen und fressen zunächst an den Kätzchen der Korb-Weide (Salix viminalis) oder der Zitter-Pappel (Populus tremula). Später ernähren sie sich vom Laub der Berg-Ulme (Ulmus glabra) und des Zweigriffligen Weißdorns (Crataegus laevigata). Die erwachsenen Falter fliegen erst ab August und besuchen dann zur Nektaraufnahme die Gewöhnliche Esche (Fraxinus excelsior) oder die Traubenkirsche (Prunus padus). Wenn du diese Art unterstützen möchtest, solltest du heimische Hecken aus Schlehen (Prunus spinosa) pflanzen und das herbstliche Laub unter Bäumen liegen lassen. So bietest du den Larven Nahrung und einen sicheren Ort für die Verpuppung im Boden.
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Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Es handelt sich um eine heimische Art, die weder sticht noch beißt und für den Menschen keine Gefahr darstellt. Du kannst die Raupen oder Falter vorsichtig beobachten, solltest sie aber wegen ihrer empfindlichen Schuppen nicht berühren.
Die Rötliche Herbsteule (Agrochola circellaris) gehört zur Familie der Eulenfalter (Noctuidae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Sie ist in Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Waldränder, Gebüsche und naturnahe Gärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit einer Flügelspannweite von etwa 34 bis 44 Millimetern gehört sie zu den mittelgroßen Nachtfaltern. Typisch ist die Färbung der Vorderflügel, die von ockergelb bis ziegelrot reicht, wobei die Flügelspitze oft leicht spitz zuläuft und die untere Hälfte der Nierenmakel meist dunkel gefüllt ist.
9 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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