Bild folgtKI-generierte IllustrationAgrostis capillaris subsp. repens
An ihrem feinen, fast schleierartigen Wuchs lässt sich die Kriechende Form des Roten Straußgrases (Agrostis capillaris subsp. repens) sofort erkennen. Im Naturgarten schätze ich sie besonders als verbindendes Element, das Ruhe in deine Pflanzungen bringt und kahle Stellen im lichten Schatten schließt. Obwohl sie mit 0,27 m eher niedrig bleibt, bietet sie wertvollen Schutz für bodennah lebende Kleintiere und festigt mit ihren Ausläufern das Erdreich. Als gebietsfremd Süßgras fügt sie sich nahtlos in natürliche Gartenbilder ein, ohne andere Arten zu verdrängen. Du kannst sie wunderbar nutzen, um einen sanften Übergang zwischen Stauden und Gehölzen zu schaffen.
Gebietsfremde Art mit dokumentiertem ökologischen Nutzen.
Der ökologische Wert dieses Grases liegt vor allem in seiner Struktur und Ausbreitungsstrategie. Die winzigen Samen wiegen lediglich 0,0593 mg, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht und kleinen Vögeln im Winter als karge Nahrungsquelle dient. Die Pflanze lebt in einer AM-Mykorrhiza (einer Symbiose mit Bodenpilzen), was die Bodengesundheit und Nährstoffdynamik in deinem Garten verbessert. Durch den kriechenden Wuchs entstehen geschützte Rückzugsorte für Laufkäfer und Spinnen. Da es sich um eine heimische Art handelt, ist sie perfekt an das lokale Klima angepasst und stabilisiert das Ökosystem Boden.
Die Pflanze wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher aufgeführt. Auch wenn Gräser selten schwere Vergiftungen verursachen, solltest du bei Kleinkindern im Garten vorsichtig sein. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.267 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Lichtwert 5), idealerweise unter lichten Bäumen oder an Gehölzrändern.
Boden: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht, Feuchtewert 6) und mäßig nährstoffreich sein; normaler Gartenboden ist meist ideal.
Pflanzzeit: Setze das Gras im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 25 cm Abstand ein, da sich die Pflanze über Kriechtriebe selbstständig ausbreitet.
Bodenvorbereitung: Lockere den Boden gut auf; bei sehr schweren Böden hilft das Einmischen von etwas Sand, um Staunässe zu vermeiden.
Pflege: Ein Rückschnitt im späten Winter fördert den frischen Austrieb; ansonsten ist die Art sehr pflegeleicht.
Wasserbedarf: Achte in trockenen Sommern darauf, dass der Boden nicht vollständig austrocknet, um die Frische zu bewahren.
Pflanzpartner: Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine gute Nachbarin, da sie ähnliche Ansprüche teilt und die feine Grasstruktur optisch ergänzt.
Dieses Gras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist eine indigen (einheimisch) vorkommende Unterart in unserer Region. Sein natürlicher Lebensraum erstreckt sich über frische Standorte im Halbschatten, oft an Waldrändern oder in lichten Wäldern. Charakteristisch ist der kriechende Wuchs, mit dem die Pflanze dichte Matten bildet. Morphologisch auffällig sind die für ein Gras vergleichsweise breitblättrigen Halme, die im Gegensatz zu den oft borstigen Verwandten sehr weich wirken. Mit einer festen Wuchshöhe von 0,27 m bleibt sie ein dezenter Bodenbewohner.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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