Bild folgtKI-generierte IllustrationAgrostis rupestris
Wer das Felsen-Straußgras (Agrostis rupestris) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seiner winzigen Wuchshöhe von nur 5 Zentimetern bildet es dichte, zierliche Polster, die sich eng an den Boden schmiegen. In deinem Naturgarten ist dieses Gras ein echter Spezialist für karge, saure Standorte, an denen kaum etwas anderes gedeiht. Es dient als Pionierpflanze und trägt zur Bodenfestigung in Steingärten oder auf mageren Flächen bei. Auch wenn keine spezifischen Insektendaten vorliegen, bieten solche Gräser oft wertvollen Schutz für Kleinstlebewesen am Boden. Wenn du einen alpinen Charakter in deinem Garten suchst und einen mageren Standort hast, ist dieses Gras die richtige Wahl für dich.
Alpin-Spezialist für saure Böden: Nur 5 Zentimeter groß und extrem robust.
Das Felsen-Straußgras ist ein Überlebenskünstler auf magersten Böden, wo es als Schwachzehrer (Pflanze mit sehr geringem Nährstoffbedarf) wichtige Pionierarbeit leistet. In deinem Garten schließt es Lücken in Steingärten oder auf sauren Freiflächen und verhindert so die Bodenerosion durch Wind und Wasser. Obwohl für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäubungsdaten vorliegen, dienen Süßgräser allgemein oft als Versteck und Lebensraum für Laufkäfer und andere bodenbewohnende Insekten. Die Samenreife im Spätsommer stellt zudem ein kleines, aber feines Nahrungsangebot für bodenfressende Vögel dar. Durch seine Standorttreue fördert es die kleinräumige Vielfalt in spezialisierten Gartenbiotopen.
Bitte beachte, dass das Felsen-Straußgras laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. In einem Garten mit kleinen Kindern solltest du es daher an Stellen pflanzen, die nicht direkt zum Spielen oder Naschen genutzt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Pflanzen besteht aufgrund der charakteristischen Grasgestalt jedoch kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.047 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8: mindestens 6 Stunden Sonne), damit das Gras kompakt bleibt.
Der Boden sollte mager sein (Schwachzehrer), verzichte also unbedingt auf Dünger.
Achte auf ein saures Bodenmilieu (Reaktion 2), ideal ist kalkfreie Erde oder eine Gestaltung mit Urgestein.
Halte die Erde frisch (mäßig feucht), aber vermeide unbedingt Staunässe durch gute Drainage (Wasserabfluss).
Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden noch offen und frostfrei ist.
Halte einen geringen Pflanzabstand ein, da die Wuchshöhe nur 0,05 m beträgt und das Gras polsterartig wächst.
Ein Rückschnitt ist bei diesem niedrigen Wuchs kaum nötig; lass die Halme über den Winter für den Bodenschutz stehen.
Gute Partnerin: Die Blutwurz (Potentilla erecta) – sie liebt ebenfalls saure, magere Standorte und ergänzt das Gras ökologisch perfekt.
Das Felsen-Straußgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in den Bergregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind bodensaure Pionierstandorte und alpine Magerwiesen, die durch Nährstoffarmut und kühles Klima geprägt sind. Botanisch zeichnet es sich durch seine Breitblättrigkeit und den sehr niedrigen, polsterartigen Wuchs aus. Als Indigen (einheimische Art) ist es perfekt an unsere hiesigen, oft rauen Bedingungen in höheren Lagen angepasst.
1 Video zu Felsen-Straußgras
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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