Bild folgtKI-generierte IllustrationAgrostis vinealis
Auch bekannt als: Agrostis vinealis, Sandstraussgras
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen feinen, fast strähnigen Blättern und den sehr schmalen, zusammengezogenen Blütenständen lässt sich das Schmalrispige Straußgras (Agrostis vinealis) sofort erkennen. In Deinem Garten ist dieses Gras ein wichtiger Baustein für den Artenschutz, da es auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht. Es dient als unverzichtbare Raupenfutterpflanze für die Schwarzpunkt-Erdeule (Noctua orbona), einen bei uns heimischen Nachtfalter. Wenn Du sandige oder sehr magere Ecken hast, gibst Du diesem Spezialisten einen wertvollen Lebensraum. Probier es ruhig mal an einer schwierigen, sonnigen Stelle aus.
Überlebenskünstler für magere Böden und Wiege der Schwarzpunkt-Erdeule.
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Dieses Gras ist ein stiller Held für spezialisierte Insekten. Besonders hervorzuheben ist seine Bedeutung als Raupenfutterpflanze für die Schwarzpunkt-Erdeule (Noctua orbona). Da es sich um ein windbestäubtes Süßgras handelt, bietet es zwar keinen Nektar, ist aber ein wichtiger Strukturbildner in naturnahen Gärten. In den Wintermonaten dienen die ausgereiften Samen als Nahrung für heimische Körnerfresser unter den Vögeln. Durch seine Vorliebe für Extremstandorte fördert es die Artenvielfalt dort, wo herkömmliche Zierpflanzen oft aufgeben. Es schließt damit eine wichtige Lücke im ökologischen Gefüge Deiner Grünfläche.
Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Das Gras selbst ist ungiftig, wird aber aufgrund der mitunter scharfen Blattstrukturen oft als nicht kindersicher eingestuft. In Spielbereichen für kleine Kinder solltest Du es daher eher an den Rand oder in Beete setzen, die nicht direkt betreten werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.19 m
Wähle einen vollsonnigen Platz in Deinem Garten aus.
Der Boden sollte unbedingt mager (nährstoffarm) und eher trocken sein.
Als Schwachzehrer (Pflanzen mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt dieses Gras keinen Dünger.
Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Achte bei der Pflanzung auf einen durchlässigen Untergrund, idealerweise mit Sandanteil.
Gießen ist nur in der Anwachsphase oder bei extremer Dürre nötig.
Ein Rückschnitt erfolgt erst im späten Winter, um die Halme als Struktur im Wintergarten zu erhalten.
Die Vermehrung klappt über die Aussaat oder das Teilen der Horste.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) ergänzt das Gras perfekt.
Beide teilen die Vorliebe für sandige, warme Standorte und bilden zusammen eine ökologisch wertvolle Gemeinschaft.
Das Schmalrispige Straußgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae). Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Sandmagerrasen (nährstoffarme Grasflächen auf Sandboden) sowie Heiden. Charakteristisch ist der horstbildende Wuchs mit kurzen unterirdischen Ausläufern. Die Halme sind glatt und tragen schmale Rispen, die sich im Gegensatz zu anderen Straußgras-Arten auch während der Blüte kaum weit öffnen.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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