Bild folgtKI-generierte IllustrationAlchemilla reniformis
Auch bekannt als: Alchemilla reniformis
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Nierenblatt-Frauenmantel (Alchemilla reniformis) sofort an seinen markanten, nierenförmigen Blättern, die am Rand fein gezähnt sind und oft glitzernde Wassertropfen sammeln. Diese Gebirgspflanze ist ein wertvoller Baustein für Deinen Garten, da sie spezialisierten Schmetterlingen wie dem Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) eine wichtige Lebensgrundlage bietet. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Frauenmantel liebt diese Art kühle, feuchte Plätze und hilft Dir, schwierige, nasse Gartenbereiche ökologisch aufzuwerten. Wenn Du einen naturnahen Garten mit alpiner Note gestalten möchtest, ist dieser Frauenmantel die ideale Wahl. Schau mal genauer hin, wie er selbst an kühlen Tagen Insekten anzieht.
Nasse Füße, reiches Leben: Die alpine Spezialistin für Deinen Teichrand.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Nierenblatt-Frauenmantel eine wertvolle Tankstelle für seltene Schmetterlingsarten. Besonders Dickkopffalter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius), der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Spialia rosae) und der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) besuchen die unscheinbaren, gelbgrünen Blüten. Auch für Gebirgsarten wie den Heilziest-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) oder den Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia cribrellum) stellt er eine wichtige Ressource dar. In kühleren Regionen profitieren zudem Perlmuttfalter wie Boloria polaris und Boloria frigga von seinem Nektarangebot. Die dichten Blattrosetten dienen zudem als Feuchtigkeitsspeicher für Kleinstlebewesen am Boden.
Der Nierenblatt-Frauenmantel wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher darauf, die Pflanze außerhalb der direkten Reichweite spielender Kleinkinder zu platzieren, um einen versehentlichen Verzehr zu vermeiden. Im Falle eines Falles kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Lichtwert 7), damit die Pflanze ihre typische Wuchsform beibehält.
Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein (Feuchtewert 8), ideal ist die Uferzone eines Gartenteichs oder eine feuchte Senke.
Achte auf ein nährstoffarmes Substrat; als Schwachzehrer (Magerkeitszeiger) benötigt die Art keinen Dünger.
Die Pflanzung erfolgt am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Der Boden sollte neutral bis schwach sauer beschaffen sein (Reaktionswert 4).
Da die Art kühle Temperaturen bevorzugt (Temperaturwert 3), ist sie extrem frosthart und braucht keinen Winterschutz.
Vermehrung erfolgt unkompliziert durch Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr.
Gute Partnerin: Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) – beide schätzen nasse Standorte und bilden zusammen ein schönes blau-gelbes Farbspiel.
Der Nierenblatt-Frauenmantel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sein natürlicher Lebensraum sind alpine Quellfluren (nasse Bereiche an Quellen) und feuchte Gebirgswiesen auf kalkarmen, neutralen bis schwach sauren Böden. Morphologisch unterscheidet er sich von Verwandten durch die tief nierenförmige Basis seiner behaarten Blätter. Als AM-Pflanze lebt er in einer Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Wurzelpilzen), die ihm helfen, Nährstoffe aus mageren Böden effizienter aufzunehmen.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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