Bild folgtKI-generierte IllustrationAlchemilla semisecta
Auch bekannt als: Alchemilla semisecta
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Halbgeteilten Frauenmantel an seinen typisch fächerförmigen, weichen Blättern, deren Ränder tiefer eingeschnitten sind als bei seinen bekannteren Verwandten. Diese seltene Art ist ein wahrer Schatz für den Naturgarten, da sie auf der Roten Liste steht und so aktiv zur Erhaltung der Artenvielfalt beiträgt. Besonders Schmetterlinge wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder der Roser-Dickkopffalter (Spialia rosae) profitieren von seinem Vorhandensein. Da die Pflanze an kühlere, nördliche oder alpine Bedingungen angepasst ist, bringt sie eine besondere Robustheit in dein Beet. Wenn du eine ökologisch wertvolle Rarität suchst, die kaum Pflege braucht, ist dieser Frauenmantel die ideale Wahl für dich.
Eine seltene Kostbarkeit: Schütze bedrohte Falter mit dieser robusten Schönheit.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Halbgeteilte Frauenmantel eine wichtige Ressource für zahlreiche Schmetterlingsarten. Besonders die Gruppe der Würfel-Dickkopffalter, darunter der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum), nutzt die Pflanze intensiv. Auch seltenere Arten wie der Polar-Perlmuttfalter (Boloria polaris) oder der Nordische Perlmuttfalter (Boloria frigga) steuern die Blüten an. Da die Pflanze auf der Roten Liste als extrem selten geführt wird, bietet dein Garten einen wertvollen Rückzugsort für diese bedrohten Insekten. Wenn du die Samenstände im Winter stehen lässt, bietest du zudem Struktur für überwinternde Kleinstlebewesen.
Der Halbgeteilte Frauenmantel wird in den Fachdaten als nicht kindersicher eingestuft. Er sollte daher so gepflanzt werden, dass kleine Kinder nicht zum Probieren der Pflanzenteile verleitet werden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 zu kontaktieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Ellenberg Licht 7: Wähle einen vollsonnigen Standort, damit die Pflanze kräftig wächst.
Ellenberg Feuchte 5: Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht sein; vermeide sowohl Staunässe als auch längeres Austrocknen.
Ellenberg Nährstoffe 6: Ein normaler, mittelmäßig versorgter Gartenboden ist vollkommen ausreichend.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Bodenvorbereitung: Eine normale Lockerung genügt; der Boden sollte neutral oder nur schwach sauer sein.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann das Blattwachstum fördern, ist aber bei dieser Wildart kein Muss.
Vermehrung: Die Pflanze erhält sich meist zuverlässig durch Selbstaussaat an passenden Stellen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen Standortansprüche teilt und die gelbgrünen Blüten farblich perfekt ergänzt.
Der Halbgeteilte Frauenmantel (Alchemilla semisecta) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt bevorzugt frische Standorte auf neutralen Böden, oft in sonnigen Lagen der Mittelgebirge oder Alpen. Die Pflanze nutzt eine arbuskuläre Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft mit Wurzelpilzen zur besseren Nährstoffaufnahme), was sie widerstandsfähig macht. Als Indigen oder Archäophyt (eine bereits vor 1492 eingewanderte oder heimische Art) ist sie fest in unserer Natur verwurzelt, gilt jedoch heute als extrem selten (Rote Liste R).
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →