
Alchemilla vulgaris agg.
Artengruppe
An den kreisrunden, gefalteten Blättern, auf denen morgens oft glitzernde Wassertropfen wie Perlen stehen, lässt sich der Gewöhnliche Frauenmantel sofort erkennen. Diese Tropfen entstehen durch Guttation (aktive Wasserausscheidung der Pflanze) und sind eine faszinierende Besonderheit in Deinem Garten. Als heimische Art ist er ein verlässlicher Bestandteil naturnaher Pflanzungen, der mit seiner Robustheit überzeugt. Er bietet Struktur und hält Feuchtigkeit am Boden, was das Kleinklima (das Klima in Bodennähe) verbessert. Ob am Beetrand oder in der Wiese – dieser Klassiker sorgt für Ruhe im Gartenbild. Schau doch mal genau hin, ob Du die winzigen, gelb-grünen Blüten entdeckst.
Glitzernde Perlen auf grünem Samt: Ein robuster Überlebenskünstler für Dein Beet.
Als heimische (indigene) Wildpflanze ist der Frauenmantel ein fester Baustein in unserem Ökosystem. Auch wenn in der vorliegenden Datenbank keine spezifischen Bestäubendaten für einzelne Insektenarten verzeichnet sind, dient die Pflanze durch ihre flachen Blütenstände als wichtige Struktur im Garten. Die Guttationstropfen (ausgeschiedenes Wasser) bieten eine leicht zugängliche Trinkquelle für Insekten an trockenen Tagen. Durch den dichten Wuchs schützt sie den Boden vor Austrocknung und bietet Lebensraum für die Bodenfauna (kleine Lebewesen im Erdreich). Im Winter bleiben die trockenen Pflanzenteile bei Verzicht auf Rückschnitt stehen und dienen als Rückzugsort. Die Pflanze ist ein unkomplizierter Vieleskönner für die Artenvielfalt.
Obwohl der Frauenmantel oft in der Volksheilkunde Verwendung findet, ist er laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, wenn kleine Kinder im Garten spielen und Teile der Pflanze in den Mund nehmen könnten. Im Zweifelsfall ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen sonnigen Platz (Lichtzeiger 7), damit die Pflanze kompakt und kräftig wächst.
Achte auf einen frischen Boden (Feuchtezeiger 5), der weder staunass noch völlig ausgetrocknet ist.
Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) bietet ausreichend Nährstoffe; eine Düngung ist meist nicht erforderlich.
Die Pflanze ist extrem frosthart (Temperaturzeiger 3) und benötigt keinen Winterschutz.
Pflanze den Frauenmantel im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte fördert einen frischen Blattaustrieb und verhindert unkontrollierte Aussaat.
Halte den Boden neutral bis schwach sauer (Reaktionszeiger 6), was den natürlichen Standortbedingungen entspricht.
Gute Partnerin: Kleine Braunelle (Prunella vulgaris) – sie teilt die Vorliebe für frische Böden und bildet einen schönen farblichen Kontrast.
Der Gewöhnliche Frauenmantel (Alchemilla vulgaris agg.) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Er ist in unserer Region indigen (einheimisch) und kommt natürlicherweise auf frischen Wiesen und Weiden vor. Die Pflanze wächst krautig (nicht verholzend) und ist besonders an kühlere, nördliche oder alpine Klimate angepasst. Eine morphologische (gestaltliche) Besonderheit ist der gelappte Blattrand, der Regenwasser und Tau auf besondere Weise auffängt. Die Artengruppe ist taxonomisch komplex, da sich viele Unterarten ohne Befruchtung vermehren.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_230128637
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