Bild folgtKI-generierte IllustrationAlisma wahlenbergii
An ihren schmalen, untergetaucht bleibenden Blättern lässt sich Alisma wahlenbergii sofort erkennen, da sie im Gegensatz zu anderen Froschlöffel-Arten meist gar keine Schwimmblätter ausbildet. Diese seltene Wasserpflanze ist ein echtes Nordlicht und bereichert vor allem die kühleren Flachwasserzonen deines Gartenteichs. Da sie in ihrer natürlichen Umgebung als stark gefährdet gilt, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz seltener Sumpf- und Wasserpflanzen. Auch wenn spezifische Bestäubungsdaten für diese Rarität noch lückenhaft sind, bietet ihr feines Blattwerk Schutzraum für diverse Wasserorganismen. Wenn du einen Faible für botanische Besonderheiten hast, ist dieser Froschlöffel genau das Richtige für dich.
Botanische Rarität für Teichbesitzer: Schütze eine der seltensten Wasserpflanzen.
In der ökologischen Gestaltung deines Gartenteichs übernimmt der Wahlenberg-Froschlöffel die Rolle eines spezialisierten Habitatbildners. Die bis in den Januar hinein reichende Blütezeit ist ungewöhnlich und bietet späten Insekten eine Anlaufstelle, sofern die Witterung es zulässt. Unter der Wasseroberfläche dienen die bandartigen Blätter als wichtiges Versteck für Wasserlebewesen wie die Larven der Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella). Da die Art in der freien Natur vom Aussterben bedroht ist, dient dein Garten als wertvoller Trittsteinbiotop (vernetztes Habitat zur Ausbreitung) für den Erhalt der genetischen Vielfalt dieser Pflanzengattung.
Der Wahlenberg-Froschlöffel ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Vertreter der Froschlöffelgewächse enthält er Inhaltsstoffe, die bei Hautkontakt oder Verzehr Reizungen hervorrufen können. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240. Achte darauf, die Pflanze außerhalb der Reichweite kleiner Kinder in tieferen Zonen oder gesicherten Uferbereichen zu platzieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jan
Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz an deinem Teich (Lichtzahl 8: mindestens 6 Stunden direkte Sonne).
Wassertiefe: Die Pflanze benötigt dauerhaft nassen Boden oder steht am besten direkt im Flachwasser (Feuchtezahl 9) bei ca. 10 bis 30 cm Tiefe.
Boden: Ideal ist ein kalkhaltiges, basisches Substrat (Reaktionszahl 7) mit mäßigem Nährstoffangebot (Mittelzehrer).
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr zwischen April und Mai oder im frühen Herbst, solange das Wasser noch warm genug ist.
Winterschutz: Als kälteliebende Art (Temperaturzahl 3) ist sie in Mitteleuropa vollkommen frosthart und benötigt keinen zusätzlichen Schutz.
Pflege: Entferne abgestorbene Pflanzenteile im Spätwinter, um die Wasserqualität nicht durch Fäulnisprozesse zu belasten.
Pflanzpartner: Eine gute Nachbarin ist die Schwanenblume (Butomus umbellatus) – sie teilt die Ansprüche an das kalkhaltige Milieu und bietet einen schönen vertikalen Kontrast zum untergetauchten Laub des Froschlöffels.
Der Wahlenberg-Froschlöffel (Alisma wahlenbergii) gehört zur Familie der Froschlöffelgewächse (Alismataceae) und ist primär in den nördlichen Regionen Europas heimisch. Sein natürlicher Lebensraum umfasst flache, oft brackige oder kalkhaltige Uferbereiche (litorale Zonen), in denen er vorzugsweise submers (untergetaucht) wächst. Im Gegensatz zum Gemeinen Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica) bleibt diese Art deutlich kleiner und bildet oft nur unter Wasser bleibende Blätter aus. Die Pflanze bevorzugt kühle Standorte und ist an niedrige Wassertemperaturen angepasst, was sie zu einer spezialisierten Bewohnerin nordischer Gewässerlandschaften macht.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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