Bild folgtKI-generierte IllustrationLeucanthemopsis alpina
Auch bekannt als: Alpenmargerite, Gewöhnliche Alpenmargerite, Gewöhnliche Alpenwucherblume, Alpen-Margerite
27
Arten
interagieren
206
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren strahlend weißen Zungenblüten und dem leuchtend gelben Zentrum fällt die Echte Alpenmargerite sofort auf. Trotz ihrer geringen Größe von nur 5 cm ist sie ein echtes Kraftpaket für den Naturgarten. Da sie in Deutschland als stark gefährdet gilt (Rote Liste 2), leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Besonders Schmetterlinge wie der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) oder der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) profitieren von ihrem Nektar. Wenn du ein alpines Flair liebst und bedrohten Arten helfen willst, ist diese Pflanze genau die richtige Wahl für dich.
Alpines Juwel für Scheckenfalter: Überlebenskünstlerin auf nur 5 Zentimetern.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Echte Alpenmargerite eine wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Gebirgsschmetterlinge. Dazu zählen unter anderem der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia), der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Feurige Perlmuttfalter (Melitaea ornata). Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) steuern die Blüten auf ihrer Suche nach Nektar an. Die sehr leichten Samen dienen im Spätsommer als Nahrung für kleine Vögel, bevor sie durch den Wind verbreitet werden. Durch ihre Anpassung an magere Standorte fördert sie eine spezialisierte Insektenfauna, die auf herkömmlichen, gedüngten Gartenflächen keinen Lebensraum findet.
Die Echte Alpenmargerite wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele andere Korbblütler kann sie bei Kontakt mit der Haut allergische Reaktionen oder Reizungen hervorrufen. Achte darauf, dass Kinder die Pflanzenteile nicht in den Mund nehmen. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme oder bei starken Hautreizungen kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.053 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 bis 8 Stunden direkter Sonne (Ellenberg Licht 8).
Boden: Die Erde muss sauer (Ellenberg Reaktion 3) und nährstoffarm sein. Verwende kalkfreien Sand oder Granitsplit zum Abmagern.
Feuchtigkeit: Halte den Boden stets frisch, also mäßig feucht (Ellenberg Feuchte 6). Staunässe muss durch eine gute Drainage (Abflussschicht aus Kies) vermieden werden.
Wuchshöhe: Da die Pflanze nur 0,05 m hoch wird, setze sie unbedingt an den Rand oder in eine erhöhte Position im Steingarten.
Pflanzzeit: Setze die Margerite im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig. Lass die Samenstände stehen, damit sich die Pflanze durch Windausbreitung selbst versommern kann.
Pflanzpartner: Die Berg-Arnika (Arnica montana) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen sauren und mageren Bodenverhältnisse bevorzugt.
Die Echte Alpenmargerite (Leucanthemopsis alpina) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind alpine Matten und Schuttfluren auf kalkarmem Gestein. Als ausdauernde, krautige Pflanze bildet sie bodennahe Rosetten aus breitblättrigen Laubblättern. Eine Besonderheit sind ihre extrem leichten Samen (Diasporen), die nur etwa 0,37 mg wiegen und so ideal durch den Bergwind verbreitet werden können. Sie lebt in einer Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen (spezielle Bodenpilze, die den Wurzeln bei der Nährstoffaufnahme helfen).
10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
17 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →