Bild folgtKI-generierte IllustrationAmaranthus blitum agg.
Artengruppe
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
Wer den Aufsteigenden Amarant (Amaranthus blitum agg.) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Die Pflanze fällt durch ihre niederliegenden bis aufsteigenden Stängel und die kleinen, unauffälligen Blütenknäuel in den Blattachseln auf. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) ist sie ein wertvoller Teil unserer Flora, gilt aber mit der Roten Liste Stufe 3 bereits als gefährdet. Da sie ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist, zeigt sie dir zuverlässig die nährstoffreichen Stellen in deinem Garten an. Mit dieser Art förderst du eine seltene Pflanze, die in der modernen Agrarlandschaft kaum noch Platz findet. Hast du ein sonniges Plätzchen für diesen historischen Gast frei?
Gefährdeter Archäophyt: Hol dir einen seltenen Starkzehrer in den Garten.
Der Aufsteigende Amarant ist eine ökologisch bedeutsame Art, die in unseren Breiten bereits auf der Roten Liste (Stufe 3) steht. Durch sein leichtes Diasporengewicht (Samenreife zur Windausbreitung) von 0,4399 mg trägt er zur natürlichen Dynamik im Garten bei. Als indigener Archäophyt ist er perfekt in das heimische Ökosystem integriert, auch wenn spezifische Bestäuberdaten derzeit nicht vorliegen. Er besetzt wichtige Nischen auf offenen, stickstoffreichen Böden, die für die Artenvielfalt in Siedlungsräumen essenziell sind. Mit seinem Anbau leistest du einen direkten Beitrag zum Erhalt einer gefährdeten Wildpflanze.
Bitte beachte, dass der Aufsteigende Amarant als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen oder Haustiere frei herumlaufen, ist daher Vorsicht geboten. Es sollte darauf geachtet werden, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.429 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht (Lichtzahl 8).
Bodenfeuchte: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe ist jedoch zu vermeiden (Feuchtezahl 4).
Nährstoffe: Als Starkzehrer (Nährstoffzahl 9) benötigt er einen sehr nährstoffreichen, gut mit Kompost versorgten Boden.
Bodenbeschaffenheit: Er bevorzugt kalkhaltige oder basische Böden (Reaktionszahl 7) in mäßig warmer Lage.
Wuchshöhe: Die Pflanze erreicht eine exakte Höhe von 0,43 m und wächst rein krautig.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr zwischen April und Mai, sobald die schweren Fröste vorüber sind.
Vermehrung: Die leichten Samen (0,4399 mg) sorgen für eine selbstständige Fernausbreitung durch den Wind.
Gute Partnerin: Weiße Taubnessel (Lamium album) – sie teilt die Vorliebe für nährstoffreiche Böden und bildet einen schönen optischen Kontrast.
Der Aufsteigende Amarant gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und ist eine krautige, nicht verholzte Pflanze. In der Region besiedelt er als Archäophyt bevorzugt nährstoffreiche Störstellen wie Gartenränder oder Dorfstraßen. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,43 m bleibt er kompakt und unaufdringlich. Seine Blätter sind breitflächig und weisen eine Fläche von etwa 242,89 mm² auf, was ihm ein kräftiges, grünes Erscheinungsbild verleiht. Er bevorzugt mäßig warme Standorte (Temperaturzeiger 6) und kommt natürlicherweise auf kalkhaltigen oder basischen Böden vor.
1 Video zu Aufsteigender Amarant (Artengruppe)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →