Bild folgtKI-generierte IllustrationAmbrosia trifida
Auch bekannt als: Ambrosia trifida
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren charakteristischen, tief dreilappig geteilten Blättern und ihrem aufrechten Wuchs fällt die Dreispaltige Ambrosie (Ambrosia trifida) sofort auf. Als Neophyt (gebietsfremde Art, die sich nach 1492 angesiedelt hat) bietet sie besonders im Spätsommer eine wichtige Nahrungsquelle, wenn viele heimische Stauden bereits verblühen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) von ihrem Angebot. Für dich als Gartenbesitzer ist sie eine interessante Beobachtungsstation, erfordert aber aufgrund ihrer Ausbreitungsfreude ein wachsames Auge. Wenn du einen sonnigen, kräftigen Akzent setzen möchtest, ist diese Art einen Blick wert.
Späte Kraftquelle für seltene Scheckenfalter und Wildbienen bis in den Oktober.
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Die ökologische Bedeutung dieser Art liegt vor allem in ihrer späten Blütezeit von August bis Oktober. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie von einer Vielzahl an Schmetterlingen besucht, darunter der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis), der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata). Auch die Honigbiene (Apis mellifera) nutzt die Pflanze intensiv als späte Trachtquelle. Zusätzlich findet man häufig den Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis) auf den Trieben. Die schweren Samen dienen im Spätherbst und Winter als energiereiche Nahrung für bodennah suchende Vogelarten.
Die Dreispaltige Ambrosie ist als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den Pollen, die bei Kontakt oder Einatmen starke allergische Reaktionen auslösen können. In Gärten, in denen Allergiker leben, sollte auf die Anpflanzung verzichtet werden. Beim Umgang mit der Pflanze empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen, um Hautreizungen zu vermeiden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Aug – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.068 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), um eine kräftige Entwicklung zu ermöglichen.
Der Boden sollte eher trocken sein (Feuchtewert 3), da die Art empfindlich auf Staunässe reagiert.
Als Starkzehrer (Nährstoffwert 7) benötigt sie einen sehr nährstoffreichen und idealerweise kalkhaltigen Boden (Reaktion 7).
Die beste Pflanzzeit im Frühling liegt zwischen März und Mai, sobald der Boden bearbeitbar ist.
Achte beim Einsetzen auf ausreichend Platz, da die Pflanze mit 1.07 m Höhe recht dominant wirkt.
Da die Samen mit 11.1259 mg recht schwer sind, erfolgt die Ausbreitung eher lokal oder durch Tiere.
Um eine unkontrollierte Selbstaussaat zu verhindern, solltest du die Blütenstände vor der Samenreife im Oktober kontrollieren.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – sie hat ähnliche Ansprüche an Sonne und Boden und ergänzt das ökologische Angebot hervorragend.
Die Dreispaltige Ambrosie gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Mitteleuropa als etablierter Neophyt bekannt. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst vor allem Ruderalflächen (vom Menschen geprägte Rohbodenstandorte) und nährstoffreiche Flussufer. Morphologisch beeindruckt sie durch eine exakte Wuchshöhe von 1.07 m und sehr große, breitblättrige Laubblätter mit einer Fläche von etwa 5202 mm². Die Pflanze ist nicht verholzt und geht im Boden eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM - nützliche Bodenpilze zur Nährstoffaufnahme) ein.
9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →