Bild folgtKI-generierte IllustrationOrobanche amethystea
3
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren amethystfarbenen Blüten auf einem rötlich-violetten Stängel fällt die Amethyst-Sommerwurz (Orobanche amethystea) sofort auf. Als Vollschmarotzer (Pflanze ohne Blattgrün, die Nährstoffe von einer Wirtspflanze bezieht) ist sie eine faszinierende Besonderheit in naturnahen Gärten. Sie ist eine wichtige Nektarquelle für spezialisierte Schmetterlinge wie den Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) oder den Östlichen Scheckenfalter (Melitaea britomartis). Mit ihrer Ansiedlung unterstützt du eine nach der Roten Liste stark gefährdete Art (Status 2). Trau dich ruhig an dieses botanische Juwel heran, wenn du einen mageren Standort im Garten hast.
Amethystfarbenes Juwel: Ein hochseltenes Buffet für bedrohte Scheckenfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Diese seltene Art ist ökologisch hochspezialisiert und bietet wertvollen Nektar für gefährdete Tagfalter. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina), der Westliche Scheckenfalter (Melitaea celadussa) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea britomartis) von der Blüte im Juni und Juli. Da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 2 geführt wird, leistet jeder Bestand im Garten einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Durch ihre Lebensweise als Vollschmarotzer reguliert sie zudem sanft den Wuchs ihrer Wirtspflanzen und fördert so die floristische Vielfalt auf mageren Flächen. Die winzigen Samen können im Winter als karge Nahrungsquelle für kleine Vögel dienen.
Die Amethyst-Sommerwurz ist laut Datenbank nicht kindersicher. Da sie als potenziell schwach giftig eingestuft wird, ist vom Verzehr jeglicher Pflanzenteile abzuraten. Für Haushalte mit kleinen Kindern oder Haustieren ist bei der Standortwahl Vorsicht geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8: mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonne täglich).
Der Boden muss sehr trocken und gut durchlässig sein (Feuchtewert 2).
Sorge für ein nährstoffarmes Substrat, da die Pflanze ein Schwachzehrer (Magerzeiger) ist.
Der Untergrund sollte unbedingt kalkhaltig oder basisch sein (Reaktionswert 7).
Pflanzzeit: Die Ansiedlung erfolgt am besten durch Aussaat im Frühling (März bis Mai) direkt bei den Wirtspflanzen.
Wuchshöhe: Plane den Standort für eine Wuchshöhe von 0.23 m ein.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig; lasse die Samenstände für die Selbstaussaat über den Winter stehen.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden Sand oder feinen Kies einmischen, um Staunässe zu vermeiden.
Gute Partnerin: Feld-Mannstreu (Eryngium campestre) – sie dient als typische Wirtspflanze und teilt die Vorliebe für trockene Kalkstandorte.
Die Amethyst-Sommerwurz gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) auf kalkhaltigem Untergrund. Da sie kein Chlorophyll (Blattgrün) besitzt, betreibt sie keine Photosynthese, sondern zapft die Wurzeln von Wirtspflanzen an. Morphologisch zeichnet sie sich durch einen schuppigen, blattlosen Stängel aus und erreicht eine Wuchshöhe von exakt 0.23 m.
1 Video zu Amethyst-Sommerwurz
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →