Bild folgtKI-generierte IllustrationAmmophila arenaria × Calamagrostis epigejos
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An seinem straffen, aufrechten Wuchs und den kräftigen, grasgrünen Halmen lässt sich dieses Hybrid-Gras sofort erkennen. Es ist eine faszinierende Kreuzung, die im Naturgarten vor allem durch ihre Standfestigkeit und Struktur besticht. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,73 m bietet es wertvollen Lebensraum für Käfer wie den Schnellkäfer (Melanotus villosus) und dient im Winter als Rastplatz für seltene Gäste wie die Schneeammer (Plectrophenax nivalis). Das Gras ist ideal für dich, wenn du eine robuste Komponente suchst, die ökologische Nischen besetzt. Du machst hier alles richtig, wenn du einen sonnigen Platz wählst und die Halme über den Winter für die Tierwelt stehen lässt.
Strukturgeber auf 0,73 m Höhe: Ein sicherer Hafen für Schnellkäfer und Ammern.
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Dieses Gras ist weit mehr als nur Dekoration; es fungiert als wichtiger Trittsteinbiotop. Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitiert insbesondere der Schnellkäfer (Melanotus villosus) von den dichten Halmen. In der kalten Jahreszeit ist das Gras eine Lebensversicherung für Vögel: Die Schneeammer (Plectrophenax nivalis) und die Spornammer (Calcarius lapponicus) nutzen die Samenstände zur Nahrungssuche. Mit einem Diasporengewicht von etwa 3,46 mg sind die Samen sehr leicht und werden über weite Strecken vom Wind verbreitet. Die breiten Blätter bieten zudem Schutz für kleine Wirbellose und fördern so die Bodenfauna. Durch die Mykorrhiza-Verbindung trägt die Pflanze aktiv zur Gesundheit des Boden-Mikrobioms bei.
Bitte beachte, dass dieses Gras als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Blattränder können recht scharf sein und bei unvorsichtigem Hantieren kleine Schnittwunden verursachen. Es sind jedoch keine Giftstoffe enthalten, sodass für Haustiere bei Kontakt keine chemische Gefahr besteht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.728 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz im Garten (Lichtwert 9), an dem das Gras mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht, Feuchtewert 4) und idealerweise kalkhaltig oder basisch sein.
Eine mittlere Nährstoffversorgung (Wert 5) ist ausreichend; verwende keinen stark stickstoffhaltigen Dünger, um die Standfestigkeit zu bewahren.
Pflanze das Gras im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Halte die Pflanze auf ihrer charakteristischen Wuchshöhe von genau 0,73 m durch mäßiges Wässern in Trockenperioden.
Schneide die Halme erst im späten Winter (Februar) zurück, da sie als Winterschutz für Insekten dienen.
Vermehrung erfolgt primär vegetativ, da die Samen bei Hybriden oft unregelmäßig keimen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie teilt den Wunsch nach sonnigen, basenreichen Standorten und bietet einen schönen Kontrast zum linearen Laub.
Dieses Gras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist eine natürliche Hybride aus dem Küsten-Strandhafer und dem Land-Reitgras. In Deutschland besiedelt es vorzugsweise Pionierstandorte und Übergangszonen, die durch kalkhaltige, basische Böden (Reaktionswert 7) geprägt sind. Eine morphologische Besonderheit sind die breitblättrigen Laubblätter mit einer Fläche von etwa 1868 mm², die für eine effiziente Photosynthese sorgen. Als Besonderheit geht die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen im Wurzelbereich) ein, was ihr hilft, auch an kühleren Standorten Nährstoffe optimal aufzunehmen.
1 Video zu Ammophila arenaria × Calamagrostis epigejos

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →