Bild folgtKI-generierte IllustrationAnchusa crispa
An den tiefblauen, trichterförmigen Blüten und den markant behaarten, welligen Blättern lässt sich Anchusa crispa sofort erkennen. Als seltene Vertreterin der Raublattgewächse bereichert sie Deinen Garten vor allem in sonnigen, warmen Lagen, in denen sich andere Pflanzen schwertun. Durch ihren Wuchs und die späte Blütezeit füllt sie eine wichtige Lücke im jahreszeitlichen Rhythmus der Natur. Obwohl keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, zeigt die Erfahrung mit dieser Gattung, dass sie ein wertvoller Anlaufpunkt für fliegende Gäste ist. Mit dieser Pflanze holst Du Dir ein echtes Stück botanischer Besonderheit in Dein Beet. Du wirst staunen, wie viel Leben sie an heißen Tagen in Deine Anlage bringt.
Blaues Wunder für Sonnenanbeter: Robust, hitzefest und ökologisch wertvoll.
Nach aktuellen Beobachtungen in naturnahen Gärten ist die Pflanze aufgrund ihrer späten Blüte eine wichtige Energiequelle, wenn viele Frühlingsblüher bereits vergangen sind. Die raue Oberfläche der Blätter bietet zudem kleinen Wirbellosen wie Spinnen oder Käfern tagsüber wichtige Versteckmöglichkeiten vor der Sonne. Die Samenreife im Spätsommer stellt ein potenzielles Nahrungsangebot für bodenfressende Vögel dar. Da die Pflanze wärmeliebend ist, profitiert sie von klimatischen Veränderungen und bleibt auch in trockenen Sommern standhaft. Sie dient als Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für Arten, die auf offene, warme Bodenstellen angewiesen sind. So trägst Du aktiv zum Erhalt einer spezialisierten Flora bei.
Die Krause Ochsenzunge ist laut Datenbank nicht kindersicher und sollte daher außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden. Wie viele Raublattgewächse kann sie Inhaltsstoffe besitzen, die bei Verzehr ungesund sind. Bei Hautkontakt können die rauen Haare bei empfindlichen Personen leichte Irritationen auslösen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Ellenberg Licht 9: Wähle den sonnigsten Platz im Garten, ideal ist ein Standort mit ganztägiger, direkter Einstrahlung.
Ellenberg Temperatur 9: Achte auf einen geschützten, warmen Ort, beispielsweise vor einer nach Süden ausgerichteten Mauer.
Ellenberg Feuchte 4: Der Boden sollte frisch bis mäßig trocken sein; vermeide Staunässe unbedingt durch eine gute Drainage.
Ellenberg Nährstoffe 4: Als Mittelzehrer (Pflanzen mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt sie keine starke Düngung; normaler Gartenboden reicht aus.
Ellenberg Reaktion 6: Der Boden sollte neutral bis schwach sauer sein; bei sehr kalkhaltigen Böden empfiehlt sich die Beigabe von etwas Sand.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst bis November in die Erde.
Pflege: Lass die verblühten Stände im Winter stehen, um den natürlichen Winterschutz der Pflanze zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) passt hervorragend, da sie dieselben warmen, mageren Standorte liebt und das Blau der Ochsenzunge farblich ergänzt.
Die Krause Ochsenzunge gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) innerhalb der Ordnung der Borretschartigen. In unserer Region ist sie als wärmeliebende Spezialistin bekannt, die natürlicherweise in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) oder auf sandigen Freiflächen vorkommt. Charakteristisch ist die raue Behaarung der gesamten Pflanze, ein Verdunstungsschutz gegen Hitze. Ihre Blütenstände sind als Wickel (einsinnig eingerollte Blütenstände) angeordnet, was ein typisches Merkmal dieser Pflanzengruppe ist. Sie bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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