Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Wenn du im späten Frühjahr durch deinen Garten gehst, lohnt sich ein genauer Blick auf sandige, offene Bodenstellen. Dort lebt Andrena benoisti, eine eher unauffällige, aber faszinierende Wildbienenart. Wie alle Arten der Gattung Andrena, die wir als Sandbienen bezeichnen, legt sie ihre Nester direkt im Erdboden an. Du erkennst die Nistgänge an kleinen, aufgeschütteten Erdhügeln, die wie Miniatur-Vulkane aussehen. Diese Bienen sind solitär, das heißt, sie leben nicht in einem Staat mit einer Königin, sondern jedes Weibchen versorgt seinen eigenen Nachwuchs völlig selbstständig.
Die Flugzeit von Andrena benoisti erstreckt sich von Mai bis Juli. In dieser Zeit sind die Weibchen intensiv damit beschäftigt, Pollen einzutragen und ihre unterirdischen Brutkammern vorzubereiten. Nach dem Abschluss der Brutphase im Hochsommer verbringt die neue Generation die restliche Zeit des Jahres in einer sogenannten Diapause – einer Entwicklungsruhe, in der sich die Larven im Boden entwickeln, bis sie im darauffolgenden Frühjahr als fertige Wildbienen schlüpfen.
Diese Sandbiene ist für den Menschen vollkommen harmlos. Ihr Stachel ist so fein und kurz, dass er die menschliche Haut nicht durchdringen kann. Zudem besitzt sie keinen Verteidigungsinstinkt gegenüber größeren Säugetieren, da sie kein staatenbildendes Volk zu verteidigen hat. Du kannst ihre Aktivitäten also völlig bedenkenlos aus nächster Nähe beobachten.
Ernährung & Verhalten
Nahrung
oligolektisch
Generationen/Jahr
univoltin
Familie: Andrenidae (Sandbienen) | Gattung: Andrena (Sandbienen). Die Art ist oligolektisch. Das bedeutet, dass sie bei der Nahrungssuche stark spezialisiert ist und den Pollen für ihre Brut ausschließlich an ganz bestimmten Pflanzenfamilien oder -gattungen sammelt. Sie ist daher ökologisch eng an das Vorkommen dieser spezifischen Trachtpflanzen gebunden.
•SAFEGUARD Pollinator Traits — CC BY 4.0SAFEGUARD Pollinator Traits contributors (wild-bee release 2024-09-22; hoverfly release 2024-03-26).
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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