Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena lathyri Alfken, 1899
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Auffällig ist die Zaunwicken-Sandbiene durch ihren gezielten Flug an blühenden Wicken, die sie als spezialisierte Sammlerin in den Monaten Mai und Juni regelmäßig besucht. Diese Wildbiene bringt pro Jahr nur eine einzige Generation hervor. Ihre Weibchen legen die Eier in selbst gegrabenen Gängen im Erdboden ab, wo jede Larve in einer eigenen Kammer auf einem Vorrat aus Pollen heranwächst. Die Biene ist oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert) und nutzt im Mai für ihre Brut vor allem die Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus) sowie Blüten vom Apfel (Malus domestica) und dem Gemeinen Schneeball (Viburnum opulus). Im Juni dienen die Zaun-Wicke (Vicia sepium), die Schmalblättrige Wicke und der Gemeine Hornklee (Lotus corniculatus) als Hauptquellen. Die Überwinterung erfolgt als voll entwickeltes Insekt in einer Kältestarre tief im schützenden Erdboden. Du kannst diese Art fördern, indem du heimische Wicken und Erbsen (Pisum sativum) pflanzt. Achte darauf, sonnige Bodenstellen im Garten unversiegelt zu lassen und dort nicht umzugraben, um die Nester nicht zu zerstören.
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Die Zaunwicken-Sandbiene ist völlig harmlos und ein friedfertiger Gartenbesucher. Sie nistet solitär im Boden und verteidigt ihr Nest nicht gegenüber Menschen. Da die Biene im Erdboden überwintert, solltest du auf tiefes Umgraben in sonnigen Gartenbereichen verzichten, um sie nicht zu gefährden.
Die Zaunwicken-Sandbiene (Andrena lathyri) gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Sie führt eine solitäre Lebensweise (jedes Weibchen baut ein eigenes Nest) und nistet bevorzugt in selbst gegrabenen Erdgängen. Da sie als spezialisierte Art fast ausschließlich Pollen von Schmetterlingsblütlern sammelt, ist ihre Existenz eng an das Vorkommen von Wicken und Platterbsen gebunden. In deinem Garten kannst du sie ausschließlich während ihrer kurzen Flugzeit im Mai und Juni beobachten.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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