Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena mitis Schmiedeknecht, 1883
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Du erkennst die Auen-Lockensandbiene an ihrem eher schlanken Körperbau und dem emsigen Flug an frühen Frühlingsblühern im April. Auffällig ist ihr spezialisiertes Verhalten beim Graben von Nestern in lockeren, sandigen Gartenböden. Diese Wildbiene bringt nur eine einzige Generation pro Jahr hervor, was man als univoltin (einjähriger Lebenszyklus) bezeichnet. Das Weibchen legt seine Eier einzeln in unterirdische Brutkammern ab, die es sorgsam mit Pollen füllt. Im Frühling besucht sie für ihre Nahrungssuche ausschließlich heimische Arten wie die Korb-Weide (Salix viminalis) und den Fries' Hahnenfuß (Ranunculus friesianus). Die Larve ernährt sich im Boden von einem Gemisch aus Pollen und Nektar, bis sie sich verpuppt. Das Tier überwintert bereits fertig entwickelt als Biene (Imago) in der schützenden Erdkammer unter der Bodenoberfläche. Um diese Art zu fördern, solltest Du im Garten offene Bodenstellen ohne Bewuchs zulassen und keine chemischen Spritzmittel verwenden. Da sie proterandrisch (Männchen schlüpfen vor den Weibchen) ist, kannst Du oft schon an den ersten warmen Apriltagen die Männchen auf der Suche nach Partnerinnen entdecken.
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Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Die Auen-Lockensandbiene ist nicht aggressiv, und ihr kleiner Stachel kann die menschliche Haut nicht durchdringen. Als heimische Wildbiene steht sie unter allgemeinem Artenschutz und sollte in ihren Nistbereichen im Boden nicht gestört werden.
Die Auen-Lockensandbiene (Andrena mitis) gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und lebt solitär (einzeln lebend, ohne Staatenbildung). Mit einer Größe von etwa 8 bis 11 Millimetern ist sie eine typische Vertreterin ihrer Gattung, erkennbar an den Foveae faciales (behaarte Vertiefungen am Augeninnenrand). Als Bodenbrüterin ist sie auf unversiegelte Flächen angewiesen. Ihre Lebensweise ist eng an die Blütezeit ihrer bevorzugten Futterpflanzen in Flussauen und Gärten gebunden.
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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