Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena viridescens Viereck, 1916
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Du erkennst die Blaue Ehrenpreis-Sandbiene an ihrem zarten Körperbau und ihrer spezialisierten Vorliebe für die blauen Blüten des Ehrenpreises, die sie zwischen April und Juni besucht. Auffällig ist ihr emsiges Flugverhalten an bodennahen Blüten in sonnigen Gartenbereichen während des Frühlings. Pro Jahr entwickelt sich lediglich eine Generation dieser Wildbiene. Das Weibchen legt seine Eier in Gänge an, die es selbst in den Erdboden gräbt. Die Larven ernähren sich von dem dort eingetragenen Pollenvorrat, bis sie sich verpuppen. Im Frühling nutzt die Biene als Nahrungsquelle vor allem den Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys) sowie das Frühlings-Fingerkraut (Potentilla neumanniana). Auch die Blüten der Kirsch-Pflaume werden in dieser Zeit zur Nektaraufnahme angeflogen. Im Sommer und Herbst sind keine erwachsenen Tiere mehr aktiv, da der Lebenszyklus der Imagines (ausgewachsene Insekten) auf das Frühjahr begrenzt ist. Die Überwinterung findet im Boden statt, wo die nächste Generation in ihren Brutkammern auf die Wärme des nächsten Jahres wartet. Du kannst diese Art fördern, indem du heimische Ehrenpreis-Arten in deinem Garten ansiedelst und offene Bodenstellen nicht vollständig mit Pflanzen bedeckst.
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Völlig harmlos und ein friedlicher Gartenbesucher, der den Menschen nicht sticht. Da sie unter allgemeinem Artenschutz steht, solltest du ihre Niststellen im Boden unangetastet lassen. Eine Umsiedlung ist nicht notwendig und aufgrund der bodengebundenen Lebensweise auch nicht möglich.
Diese Wildbiene gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, gilt jedoch aufgrund ihrer spezialisierten Lebensweise als regional selten. Als solitäre (einzeln lebende) Biene gründet sie keinen Staat, sondern jedes Weibchen versorgt eigenständig seine Brut in Erdgängen. Sie ist oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert) und auf die Pflanzengruppe des Ehrenpreises angewiesen. Eine Unterscheidung von anderen kleinen Sandbienen ist für Laien aufgrund der geringen Größe meist nur durch die Beobachtung an der spezifischen Futterpflanze möglich.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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