Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrosace hausmannii
An ihrem extrem niedrigen, polsterartigen Wuchs lässt sich die Dolomiten-Mannsschild (Androsace hausmannii) sofort erkennen. Diese botanische Kostbarkeit aus den Alpen erreicht eine Höhe von gerade einmal 0,02 m und besiedelt in der Natur karge Felsritzen. Für deinen Naturgarten ist sie besonders wertvoll, wenn du einen Steingarten oder ein Alpinarium (Gartenanlage für Gebirgspflanzen) pflegst, da sie zu den extrem seltenen Arten der Roten Liste gehört. Auch wenn konkrete Daten zu Bestäubern für den Gartenbereich fehlen, ist sie als hochspezialisierter Überlebenskünstler ein wichtiger Baustein für die alpine Artenvielfalt. Wenn du eine echte Rarität suchst und die Herausforderung liebst, ist dieser kleine Alpenbewohner genau richtig für dich.
Alpines Juwel für Kenner: Nur 2 Zentimeter geballte Lebenskraft aus dem Hochgebirge.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen ist die Dolomiten-Mannsschild eine Spezialistin für Extremstandorte. In der Natur dient sie als Nektarquelle für hochalpine Insekten, die an das raue Klima der Bergwelt angepasst sind. Da sie in der Roten Liste mit dem Status R (extrem selten) geführt wird, hat ihr Erhalt eine hohe Priorität für den Artenschutz. Durch ihre Fähigkeit, auf nacktem Kalkfels zu siedeln, erschließt sie Lebensräume, die für andere Pflanzen unbewohnbar sind. Im Garten fördert sie die Vielfalt in spezialisierten Nischen und bietet Insekten Nahrung, die auf karge, trockene Standorte angewiesen sind.
Die Dolomiten-Mannsschild wird als nicht kindersicher eingestuft. Da sie zur Familie der Primelgewächse gehört, ist beim Umgang mit Kindern und Haustieren Vorsicht geboten; sie sollte nicht verzehrt werden. Ein geschützter Platz im Steingarten ist daher ideal. Im Falle eines Falles ist der Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.02 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), idealerweise mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne.
Boden: Der Untergrund muss extrem mager sein (Schwachzehrer); verwende eine Mischung aus viel Kalksplitt und wenig sandiger Erde.
Feuchtigkeit: Achte auf einen trockenen Standort; Staunässe führt schnell zum Absterben der Wurzeln.
pH-Wert: Der Boden muss kalkhaltig bis basisch sein (Reaktionswert 8).
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst (September-November), solange der Boden offen ist.
Wuchshöhe: Mit nur 0,02 m benötigt sie einen Platz, an dem sie nicht von größeren Nachbarn beschattet oder verdrängt wird.
Bodenvorbereitung: Lege eine Drainage (Wasserabfluss-Schicht) aus grobem Schotter an, um den Wasserabzug zu sichern.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig; vermeide jegliche Düngung, da sie an Nährstoffmangel angepasst ist.
Gute Partnerin: Trauben-Steinbrech (Saxifraga paniculata) – er hat die gleichen Ansprüche an Kalk und Sonne und ergänzt die Polster optisch perfekt.
Die Dolomiten-Mannsschild gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) und zur Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die Kalkalpen in Deutschland und Österreich, wo sie bevorzugt in der alpinen Höhenstufe siedelt. Ihr Lebensraum sind kalkhaltige Felsspalten und Schutthalden auf basischem Untergrund. Morphologisch ist sie als ausdauernde, krautige Pflanze (nicht verholzend) erkennbar, die dichte, polsterförmige Rosetten bildet. Die Blätter sind breitblättrig, aber aufgrund der extremen Standortbedingungen sehr klein und kompakt angeordnet.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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