Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrosace obtusifolia
Auch bekannt als: Stumpfblatt-Mannsschild
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Typisch für den Stumpfblättrigen Mannsschild (Androsace obtusifolia) sind seine winzigen, bodennahen Blattrosetten und die zierlichen weißen Blüten, die auf kurzen Stielen thronen. Mit einer Wuchshöhe von gerade einmal 0,04 m ist er ein wahrer Zwerg für den Steingarten. Da diese Art auf der Roten Liste als vom Aussterben bedroht (Kategorie 1) geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Besonders der seltene Dunkle Alpenbläuling (Agriades glandon) profitiert von diesem alpinen Juwel. Wenn du einen kühlen, kalkfreien Platz im Garten hast, wird dieser kleine Überlebenskünstler dein Herz im Sturm erobern.
Alpiner Überlebenskünstler: Schütze eine der seltensten Arten unserer Berge.
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In deinem Garten bietet der Stumpfblättrige Mannsschild eine spezialisierte Nahrungsquelle für hochalpine Insektenarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist er ein wichtiger Anlaufpunkt für den Dunklen Alpenbläuling (Agriades glandon), einen Schmetterling, der in diesen extremen Lagen überlebt. Mit seinem sehr leichten Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,73 mg nutzt die Pflanze den Wind zur Fernausbreitung. Auch wenn die Blüte klein ist, stellt sie in mageren Habitaten (Schwachzehrer-Standorte) ein wichtiges Puzzleteil im Nahrungsnetz dar. Da die Art in der Natur extrem selten ist (Rote Liste 1), dient jeder Gartenstandort potenziell als Trittsteinbiotop für bedrohte alpine Insekten.
Da der Stumpfblättrige Mannsschild in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft ist, solltest du bei neugierigen Kleinkindern oder Haustieren Vorsicht walten lassen. Es ist ratsam, die Pflanze eher in unzugänglichen Bereichen wie erhöhten Steingartentrögen zu platzieren. Bei Verdacht auf Verzehr kann der Giftnotruf unter 0228 19 240 kontaktiert werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.039 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), der jedoch nicht hitzestauend sein darf – die Pflanze liebt alpine Kühle.
Der Boden muss sauer sein (Reaktionszahl 1); verwende kalkfreie Erde oder mische reichlich Granit- oder Quarzsand unter.
Halte die Erde gleichmäßig frisch (Feuchtewert 5), aber achte penibel auf eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden.
Setze die Pflanze als Schwachzehrer (Magerzehrer, Stufe 1) niemals in gedüngte Erde; zusätzliche Nährstoffe schaden ihr.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühjahr von März bis Mai, damit sie vor dem Winter gut einwurzelt.
Da sie exakt 0,04 m hoch wird, sollte sie nicht von größeren Nachbarn überwachsen werden.
Keine Düngung oder Rückschnitt nötig – die Pflanze regelt ihren Wuchs selbstständig.
Gute Partnerin: Die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) – sie teilt die Vorliebe für magere, kalkarme Böden und ergänzt den Mannsschild optisch perfekt.
Der Stumpfblättrige Mannsschild gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) und ist in den Hochgebirgen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz beheimatet. Er besiedelt dort bevorzugt alpine Urgesteinsrasen und Felsspalten, die kalkarm sind. Als indigene (einheimische) Pflanze ist er perfekt an raue, kalte Bedingungen angepasst, was sein Ellenberg-Temperaturwert von 2 (Kalt/Alpin) unterstreicht. Seine Morphologie ist auf maximale Effizienz ausgelegt: Die kleinen, breitblättrigen Rosetten schmiegen sich eng an den Boden, um Wärme zu speichern und Wind standzuhalten.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →