Bild folgtKI-generierte IllustrationAngelica sylvestris subsp. sylvestris
Mit ihren großen, halbkugeligen Doldenblüten, die wie feine weiße oder rosa überhauchte Schirme wirken, fällt die Wilde Engelwurz (Angelica sylvestris subsp. sylvestris) sofort auf. Als einheimischer Doldenblütler (Pflanzenfamilie mit schirmartigen Blütenständen) ist sie eine wertvolle Bereicherung für naturnahe Gärten, besonders an Stellen, die nicht in der prallen Mittagssonne liegen. Sie bringt Struktur in feuchtere Gartenbereiche und fördert die ökologische Vielfalt durch ihre charakteristische Wuchsform. Auch wenn in unserer Datenbank aktuell keine spezifischen Insektenbeziehungen hinterlegt sind, gilt die Art allgemein als wichtiger Anlaufpunkt für die heimische Fauna. Wenn du einen frischen Boden im Garten hast, machst du mit dieser unkomplizierten Wildstaude alles richtig.
Strukturbildner für feuchte Ecken: Die Wilde Engelwurz bringt Natur pur.
Die Wilde Engelwurz nimmt eine wichtige strukturelle Rolle im Naturgarten ein. Da sie eine Blattfläche von etwa 5112.75 mm² ausbildet, bietet sie am Boden wertvollen Schatten und Schutz für bodenlebende Organismen. Ihre Fortpflanzungsstrategie setzt auf Leichtigkeit: Die Diasporen (Samen) wiegen nur 1.1522 mg, was nach aktuellen Bestäubungsdaten eine effektive Windausbreitung im Garten unterstützt. Als indigene Art ist sie perfekt an das hiesige Klima angepasst. Durch ihre offene Blütenstruktur ist sie für eine Vielzahl von Insektengruppen leicht zugänglich. In naturnahen Gärten dient sie als robuster Baustein, um die heimische Biodiversität an feuchteren Standorten zu stärken.
Die Pflanze ist leicht giftig und enthält Furanocumarine. Diese Stoffe können bei Hautkontakt und anschließender Sonnenbestrahlung zu schweren Hautentzündungen führen (Phytophotodermatose). Trage beim Umgang mit der Pflanze stets Handschuhe. Im Falle von Vergiftungserscheinungen oder starken Hautreaktionen ist der Giftnotruf 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.821 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten (Ellenberg Licht 6), damit die Pflanze vor extremer Hitze geschützt ist.
Der Boden sollte stets frisch bis mäßig feucht sein (Ellenberg Feuchte 6); gieße bei längerer Trockenheit regelmäßig nach.
Als Mittelzehrer (Nährstoffwert 5) benötigt sie keine starken Düngergaben; normaler Gartenboden ist völlig ausreichend.
Halte bei der Pflanzung den Platzbedarf für die Endhöhe von 0.82 m im Blick.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling (März-Mai) oder im Herbst (September-November), solange der Boden frostfrei ist.
Trage bei Pflegearbeiten unbedingt Handschuhe, um Hautreizungen durch den Pflanzensaft zu vermeiden.
Lasse die verblühten Dolden über den Winter stehen, um die natürliche Selbstaussaat zu ermöglichen.
Gute Partnerin: Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) passt hervorragend, da sie dieselben Ansprüche an einen feuchten Boden teilt.
Die Wilde Engelwurz (Angelica sylvestris subsp. sylvestris) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Feuchtwiesen, Bachufer und lichte Waldränder. Morphologisch zeichnet sie sich als krautige Pflanze durch eine Wuchshöhe von genau 0.82 m und auffällig breitblättrige Laubblätter aus. Als Mittelzehrer (Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf) bevorzugt sie neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse. Die Vermehrung erfolgt über sehr leichte Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die oft über weite Strecken vom Wind getragen werden.
3 Videos zu Wilde Engelwurz
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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