Bild folgtKI-generierte IllustrationAnguliphantes monticola (Kulczyński, 1881)
In Bodennähe erkennst Du das Alpen-Zwergweberchen (Anguliphantes monticola) meist an seinem charakteristischen Baldachinnetz (ein flach gespanntes, deckenartiges Gespinst), das zwischen niedriger Vegetation gewebt wird. Du findest diesen nützlichen Gartenbewohner oft gut versteckt in der Krautschicht (dem Bereich der krautigen Pflanzen knapp über dem Boden) oder direkt in der Bodenstreu. Die Jagdstrategie ist so simpel wie effektiv: Die Spinne wartet an der Unterseite ihres Netzes darauf, dass kleine Insekten auf der Fläche landen, um sie dann von unten zu erbeuten. In Deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle als natürlicher Schädlingsregulierer, da sie eine Vielzahl an Kleinstinsekten vertilgt. Um das Tier zu unterstützen, solltest Du Strukturen wie Falllaub oder abgestorbene Pflanzenteile im Beet belassen, da diese als Verankerung für die Netze dienen. Ein ökologisch geführter Garten bietet ihr den nötigen Schutz und ein ausreichendes Nahrungsangebot durch eine hohe biologische Vielfalt. Wenn Du ein solches Netz entdeckst, ist das ein Zeichen für ein intaktes Ökosystem und sollte nicht entfernt werden. Da sie heimisch ist, kommt sie mit den klimatischen Bedingungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bestens zurecht.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos, da sie aufgrund ihrer winzigen Kieferklauen die menschliche Haut nicht durchdringen kann. Sie ist weder aggressiv noch giftig für den Menschen und zieht sich bei Störungen sofort in die schützende Bodenstreu zurück.
Das Alpen-Zwergweberchen (Anguliphantes monticola) gehört zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae) innerhalb der Ordnung der Araneae (Webspinnen). Die Art ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt bodennahe Lebensräume. Als kleiner Vertreter der Arachnida (Spinnentiere) erreicht sie nur eine geringe Körpergröße von wenigen Millimetern. Ihre Lebensweise ist vorwiegend an die feuchte Bodenstreu und die untere Krautschicht gebunden.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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