Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Unverwechselbar ist der Kugelförmige Schwammkäfer durch seine beinahe perfekte Halbkugelform und die glänzend dunkelbraune bis schwarze Färbung bei einer Größe von nur knapp drei Millimetern. Pro Jahr entwickelt sich meist eine Generation, wobei die Weibchen ihre Eier direkt an Schleimpilzen – sogenannten Myxomyceten, die weder Pflanze noch Tier sind – ablegen. Diese faszinierenden Organismen dienen sowohl den Larven als auch den erwachsenen Käfern als einzige Nahrungsquelle. Die Larven fressen sich durch die weichen Fruchtkörper der Pilze, bevor sie sich zur Metamorphose, also der Umwandlung zum Käfer, im Boden oder im Totholz verpuppen. Den Winter verbringen die Käfer im Erwachsenenstadium gut geschützt in der Laubschicht oder unter loser Rinde von heimischen Laubbäumen wie der Rotbuche (Fagus sylvatica). Du kannst diesen nützlichen Zersetzer, der organisches Material abbaut, fördern, indem du Totholzhaufen liegen lässt und auf das penible Wegräumen von Falllaub verzichtest. Ein naturnaher Komposthaufen mit moderater Feuchtigkeit bietet ihm ebenfalls ideale Lebensbedingungen.
Der Kugelförmige Schwammkäfer ist für Menschen, Haustiere und Gartenpflanzen völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Es besteht keinerlei Beiß- oder Stichrisiko, da er keine Verteidigungsmechanismen besitzt, die uns gefährlich werden könnten.
Körper
Körperlänge
0.2848 cm
Gewicht
0.002871 g
Der Kugelförmige Schwammkäfer (Anisotoma orbicularis) gehört zur Familie der Schwammkäfer (Leiodidae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Diese spezialisierten Insekten leben mycophag, was bedeutet, dass sie sich ausschließlich von Pilzgewebe ernähren. Ihr Körperbau ist extrem hochgewölbt und kompakt, was ihnen in der eng geschichteten Bodenstreu Schutz bietet. In deinem Garten besiedeln sie vor allem feuchte, schattige Bereiche, in denen Holz langsam vermodert und Pilzmyzele (das fadenförmige Wurzelnetz der Pilze) gedeihen.
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•Hagge et al. (2021) — Saproxylic Beetle Morphological Trait Database, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.2fqz612p3 (CC0 1.0)
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