Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthericum liliago
Auch bekannt als: Traubige Graslilie, phalangère à fleurs de lis, Astlose Graslilie
6
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Trauben-Graslilie (Anthericum liliago) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren schneeweißen, sternförmigen Blüten, die an einer unverzweigten Traube sitzen, wirkt sie wie eine grazile Erscheinung aus einer anderen Welt. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle als Überlebenskünstlerin auf trockenen Standorten. Besonders die Rote Maskenbiene (Hylaeus communis) und die Steinhummel (Bombus lapidarius) schätzen den frühsommerlichen Nektar sehr. Da sie auf der Vormerkliste der gefährdeten Arten (Rote Liste V) steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Du wirst sehen, wie diese heimische Kostbarkeit mit minimalem Aufwand Jahr für Jahr schöner wird.
Elegante Überlebenskünstlerin: Ein weißes Blütenwunder für trockene Sonnenplätze.
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Als heimische Wildpflanze ist die Trauben-Graslilie eine wichtige Futterquelle während ihrer Blütezeit im Mai und Juni. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) und die Schwarzrote Schmalbiene (Lasioglossum pauxillum) von ihrem Angebot. Auch die Rote Maskenbiene (Hylaeus communis) und die Steinhummel (Bombus lapidarius) zählen zu den regelmäßigen Besuchern. Da die Pflanze bevorzugt auf kargen Böden wächst, fördert sie eine spezialisierte Lebensgemeinschaft, die in unserer heute oft überdüngten Landschaft kaum noch Rückzugsräume findet.
Bitte beachte, dass die Trauben-Graslilie als nicht kindersicher eingestuft wird. Sie enthält Saponine (seifenähnliche Bitterstoffe), die bei Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der grasähnlichen Blätter und der typischen Traubenblüte kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.4 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Die Pflanze benötigt einen durchlässigen, eher nährstoffarmen und kalkhaltigen Boden. Sie verträgt Trockenheit sehr gut, aber keine Staunässe.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November setzen, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Düngung: Eine Düngung ist nicht erforderlich. Zu viel Stickstoff führt dazu, dass die Stängel instabil werden.
Pflege: Schneide die vertrockneten Blütenstände erst im späten Winter zurück, um die Samenstände für die Natur zu erhalten.
Vermehrung: Ältere Horste lassen sich nach der Blüte vorsichtig teilen.
Kombinationsempfehlung: Ein hervorragender Partner ist der Wiesensalbei (Salvia pratensis). Beide Arten teilen sich den Bedarf nach kalkhaltigen, sonnigen Standorten und ergänzen sich optisch durch das Zusammenspiel von Violett und Weiß.
Die Trauben-Graslilie (Anthericum liliago) gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) und ist in den sonnigen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz beheimatet. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Eichenwälder auf kalkhaltigem Untergrund. Man erkennt sie an den schmalen, grasartigen Grundblättern und dem bis zu 60 Zentimeter hohen, stets unverzweigten Blütenstand. Im Gegensatz zur verwandten Astlosen Graslilie sind ihre Einzelblüten deutlich größer und sitzen dichter beieinander, was ihr ein edles Erscheinungsbild verleiht.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →