Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthus cervinus (Pallas, 1811)
Auch bekannt als: Rotkehlpieper
Pallas, 1811
Der Rotkehlpieper (Anthus cervinus) faellt durch seine rostrote Kehle im Prachtkleid und die kraeftige Laengsstreifung auf der Oberseite auf. Du erkennst ihn an seinem feinen, hohen Ruf, der oft im Flug zu hoeren ist. Dieser Vogel ist ein reiner Insektenfresser, der seine Nahrung vornehmlich am Boden sucht. Er gehoert zu den Langstreckenziehern (Vogelarten, die ueber grosse Distanzen in ferne Winterquartiere ziehen) und ist bei uns vor allem waehrend des Durchzugs zu beobachten. Seine Nester legt er als Bodenbrueter (Vogel, der sein Nest direkt auf oder in der Erde baut) gut versteckt in der dichten Vegetation an. In Deinem Garten kannst Du ihn unterstuetzen, indem Du konsequent auf Insektizide (chemische Mittel zur Insektenbekaempfung) verzichtest. Offene Bodenstellen und naturnahe Flaechen bieten ihm wertvolle Jagdgruende fuer die Nahrungssuche. Ein strukturreicher Garten mit natuerlichen Elementen foerdert das allgemeine Insektenvorkommen, was diesem spezialisierten Gast zugutekommt. Da er ein seltener Gast ist, benoetigt er keine spezielle Winterfuetterung, sondern naturbelassene Strukturen. Achte darauf, waehrend der Rastzeiten moegliche Rueckzugsorte im Garten ungestoert zu lassen.
Wie alle heimischen Vogelarten steht der Rotkehlpieper unter allgemeinem Artenschutz. Da er ein Bodenbrueter ist, reagiert er besonders empfindlich auf Stoerungen waehrend der Rast oder Brut. Bitte beachte, dass das absichtliche Beunruhigen dieser Voegel gesetzlich untersagt ist.
Der Rotkehlpieper (Anthus cervinus) zaehlt zur Familie der Stelzen und Pieper (Motacillidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvoegel. Er ist in den noerdlichen Regionen Eurasiens heimisch und zieht regelmaessig durch Deutschland, Oesterreich und die Schweiz. Von aehnlichen Arten wie dem Wiesenpieper unterscheidet er sich durch die zimtrote Faerbung an Kehle und oberer Brust sowie die staerkere Rueckenzeichnung. Seine Lebensweise ist eng an offene Landschaften gebunden, in denen er am Boden nach Nahrung sucht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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