Bild folgtKI-generierte IllustrationArabis nemorensis
Auch bekannt als: Gerard-Gänsekresse
An den namensgebenden, auffallend flachen Schoten (längliche Samenkapseln) lässt sich die Flachschotige Gänsekresse sofort erkennen. Diese krautige Pflanze mit ihren zarten weißen Blüten ist ein wertvoller Schatz für deinen Garten, da sie in der Natur als stark gefährdet gilt (Rote Liste 2). Mit einer Wuchshöhe von genau 0.53 m passt sie wunderbar in sonnige Beete und trägt aktiv zum Erhalt unserer heimischen Artenvielfalt bei. Als Kreuzblütengewächs stellt sie ein wichtiges Glied in der lokalen Nahrungskette dar und bereichert die ökologische Struktur deines Gartens. Wenn du dieser seltenen Art einen Platz gibst, wirst du Teil eines aktiven Netzwerks zum Schutz bedrohter Wildpflanzen.
Rote-Liste-Art im eigenen Garten: Schütze die seltene Gänsekresse aktiv.
Die Flachschotige Gänsekresse ist ein wertvoller Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor der Entdeckung Amerikas bei uns heimisch war) und spielt eine wichtige Rolle im ökologischen Gefüge. Da sie auf der Roten Liste 2 geführt wird, ist ihr Vorkommen in Privatgärten ein entscheidender Beitrag zum Artenschutz, um das Aussterben der Art zu verhindern. Als heimisches Kreuzblütengewächs bietet sie Nektar und Pollen für die lokale Insektenwelt an. Da für diese spezielle Art keine detaillierten Bestäuberdaten vorliegen, sichert sie als Teil der regionalen Flora die Grundversorgung für Generalisten unter den Wildbienen und Schwebfliegen. In den Wintermonaten dienen die stehengelassenen Samenstände zudem als potenzielle Nahrungsquelle für Vögel und als Rückzugsort für Kleinstlebewesen.
Die Flachschotige Gänsekresse wird als nicht kindersicher eingestuft. Bitte achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile verzehren und wasche dir nach Gartenarbeiten vorsichtshalber die Hände. Sollte es dennoch zu einer unbeabsichtigten Aufnahme kommen, wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.531 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Lichtwert 7), damit die Pflanze ihre typische Form ausbildet.
Der Boden sollte mäßig feucht bzw. frisch sein (Ellenberg Feuchtewert 5); vermeide jedoch Staunässe.
Als Mittelzehrer bevorzugt sie einen normalen Gartenboden mit durchschnittlichem Nährstoffangebot ohne Überdüngung.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Ellenberg Reaktionswert 7); gegebenenfalls kannst du mit etwas Gartenkalk nachhelfen.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst vor den ersten Bodenfrosten.
Halte die Pflanze bei ihrer Wuchshöhe von 0.53 m frei von stark wuchernden Nachbarn, damit sie nicht untergeht.
Vermehrung erfolgt am besten durch Selbstaussaat, indem du die flachen Schoten im Spätsommer ausreifen lässt.
Gute Partnerin: Echter Wundklee (Anthyllis vulneraria) – er teilt die Vorliebe für kalkhaltige Standorte und fördert als Leguminose (Stickstoffsammler) die Bodenbiologie.
Die Flachschotige Gänsekresse (Arabis nemorensis) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und zur Ordnung der Senfartigen. Sie ist in Deutschland und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt natürlicherweise mäßig warme Standorte. Ihr typischer Lebensraum sind frische (mäßig feuchte), kalkhaltige Untergründe, weshalb sie als Zeigerpflanze für basische Böden gilt. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren aufrechten, nicht verholzenden Wuchs und die charakteristischen, flach zusammengedrückten Früchte aus, die nach der Blütezeit erscheinen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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