Bild folgtKI-generierte IllustrationAradus lugubris Fallén, 1807
heimisch in Deutschland
BfN Rote Liste Deutschland · 95 %
Die Trauer-Rindenwanze (Aradus lugubris Fallén, 1807) ist ein Insekt, das sich durch seinen extrem flachen Koerperbau auszeichnet, welcher eine Anpassung an das Leben in engen Spalten darstellt. Als Vertreter der Hemiptera, also der Schnabelkerfe, besitzt sie einen speziellen Stechruessel zur Nahrungsaufnahme. Diese Wanzenart ist in Deutschland nach der Roten Liste als ausgestorben eingestuft. Ihre Lebensweise ist eng an das Vorhandensein von Totholz gebunden, da sie dort Schutz und Nahrung findet. Die Ernaehrung dieser Tiere basiert auf dem Saugen von Pilzgeflechten, die in morschem Holz wachsen. Eine naturnahe Gartengestaltung mit verbleibendem Totholz und dem Verzicht auf chemische Pestizide ist die grundlegende Voraussetzung fuer den Erhalt solcher spezialisierten Arten. Da sie auf spezifische Mikrohabitate angewiesen sind, ist die Erhaltung alter Holzstrukturen fuer ihr Ueberleben entscheidend. Die Art zeigt eine hochgradige Spezialisierung auf ihre Umweltbedingungen.
Die Trauer-Rindenwanze ist fuer den Menschen vollkommen ungefaehrlich und weder stechend noch beissend. Da sie als ausgestorben gilt, spielt sie im modernen Gartenbau keine Rolle als Schaedling oder Nuetzling.
Die Trauer-Rindenwanze gehoert zur Familie der Aradidae, den Rindenwanzen, innerhalb der Ordnung der Hemiptera. Sie ist in Deutschland heimisch, gilt jedoch aktuell als ausgestorben. Die Tiere sind durch ihren stark abgeflachten Koerperbau perfekt an das Leben unter Rinden oder in Holzspalten angepasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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